Übersicht
Die Stadt Udine war im dreizehnten Jahrhundert das Herz der kulturellen Identität, der Markt und der Verkehrsknotenpunkt, auch über die Alpen hinweg, des jungen Heimatlandes Friaul. Diese 1077 gegründete Institution vereinte bis zum fünfzehnten Jahrhundert das Friaul mit vielen anderen Gebiete zu einem einzigen staatlichen Organismus, der zu dieser Zeit sehr fortschrittliche Formen der zivilen Organisation erreichte.
Am Fuße des Hügels gibt es offensichtliche Hinweise auf die jahrhundertelange Vereinigung mit Venedig: die Piazza della Libertà mit ihren Freiflächen, Loggien und Ausblicken, in denen die venezianische, gotische und Renaissance-Architektur meisterhaft auf dem Festland verwurzelt zu sein scheint. Es ist auch bekannt, dass der dreißigjährige Tiepolo in den Palast des Bischofs kam, um biblische Geschichten mit unvorstellbarer Farbfrische zu malen.
Udine ist eine Stadt, die keine Jahreszeiten kennt und viele Sehenswürdigkeiten bietet, wie zum Beispiel den Markt „Robis di une volte“ (auf Deutsch: Dinge von damals), der jeden zweiten Sonntag im Monat Antiquitäten und anderen Kostbarkeiten gewidmet ist. In Udine wird Wein- und Esskultur gelebt und die Stadt versammelt alle typischen Produktionen des Friauls: Schinken, Käse, Weine, Grappa und vieles mehr. Feinschmecker und Gourmets finden hier eine besonders hohe Dichte an herausragenden Gasthäusern und kleinen Läden, die Produkte aller Art vertreiben. In diesem Sinne spielt die „Casa della Contadinanza“ auf dem Schlossplatz eine wichtige Rolle, da das Gasthaus in den Räumlichkeiten eines historischen Gebäudes untergebracht ist.
33100 Udine UD, Italia