In der Emilia-Romagna ist Fahrradtourismus auch für Menschen mit Behinderungen zugänglich
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Zu diesem Zweck hat die Region Emilia-Romagna ein Netz von Radwegen im Gelände erstellt, die zugänglich sind.
Sie können mit Fahrrädern, Tandems und Handbikes befahren werden und verlaufen von Piacenza bis ans Meer, entlang malerischer Routen, die zu den schönsten in Italien gezählt werden. Eine neue Art des aktiven und inklusiven Outdoor-Tourismus mit Kontakt zur Natur. Der Radtourismus ist die grüne und inklusive Art des Reisens, die alle erobert.
Viele Fahrzeuge, ein einziger Traum: soziale Inklusion durch Sport
Jeder sollte sich für das seinen Fähigkeiten am besten entsprechende Fahrzeug entscheiden: Fahrrad oder Mountainbike, Tandem, Handbike oder auch E-Bike und Rollstuhl. Alle zusammen tauchen ein in die Natur, in Gruppen von Freunden und Familien, ungeachtet ihrer Leistungsfähigkeit.
Das ist der Traum, den Matteo Brusa von der Sportstiftung Silvia Parente verwirklicht hat. Dank seiner Initiative hat sich in der Emilia-Romagna ein neuer Weg der Zivilisation eröffnet: Radwanderwege, die auch aufgrund ihrer territorialen Beschaffenheit für alle geeignet sind, für Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen. Inklusion, das gemeinsame Erleben der Schönheit und Freude am Sport und die Natur als gemeinsames Erbe stehen im Mittelpunkt des Projekts.
In der Emilia-Romagna auf den schönsten Radwegen von Italien
Wenn Sie sich entschieden haben, in der Emilia-Romagna einen Radtour zu unternehmen, wählen Sie einfach die Route aus, die Ihnen am besten gefällt, und zwar auf 45 zugänglichen Strecken mit einer Gesamtlänge von über 1.000 Kilometern. Immer in Kontakt mit der bezaubernden Natur, von Piacenza aus, bis man das Meer vor Augen hat, durch Dörfer und Wälder, die faszinierenden Landstriche des Podeltas und die Schlösser in der Umgebung von Piacenza und Parma. Hier nur ein paar Beispiele.
Sie durchqueren die Wälder um Monzone, einer kleinen Festungsstadt in der Provinz Modena, und erreichen einen spektakulären Ort, der als Ponte Ercole oder Ponte del Diavolo (Herkules- oder Teufelsbrücke) bekannt ist: ein 30 Meter hoher Monolith, der zwischen den Felsen hervorragt und einen natürlichen Bogen bildet, den Sie aus der Nähe bewundern können.
Oder Sie starten in Monchio delle Olle, in der Provinz Reggio Emilia, auf einem doppelten Rundweg. Es geht hinauf bis auf den Gipfel des Monte Cavaliere, wo man das Panorama zu bestaunen kann, das sich über den Apennin öffnet. Der Blick auf die Weinberge begleitet Ihre Fahrt mit dem Fahrrad, währen es hinunter nach Roncaglio geht.
Start ist am Castello von Montalbo in der Gegend von Piacenza. Der Wächter des gleichnamigen Dorfes ist ein Gebäude, das sich in seinem Gewand aus dem sechzehnten Jahrhundert präsentiert und auf einer früheren mittelalterlichen Festung errichtet wurde. Besuchen Sie auch das Dorf Tassara und fahren Sie hinauf zum Monte Sumino, um schöne Bilder des Panoramas von oben zu machen.
Für Freunde der unberührten, archaischen Natur ist die Route zu den Weiden von San Paolo Alpe ideal, mit Blick auf die Landschaft des hohen Apennins von Forlì.
Sind Sie ein Weingenießer? Dann ist Ihre Reiseroute die von der Ortschaft Santa Lucia in der Provinz Ravenna. Man fährt am Wildbach Samoggia entlang, streift den Monte Lodolone und findet sich inmitten von Hügeln mit Obstgärten und Weinbergen wieder. Kurz danach kommt man direkt auf die Weinstraße Sangiovese di Romagna und sicherlich können Sie nach dem Sport die hochwertigen Weine kosten, zu denen Culatello di Zibello DOP gereicht wird.
Die Routen sehen Abschnitte auf wenig befahrenen Straßen sowie andere nur auf Radwegen vor. Auf den verschiedenen Strecken werden Sie in Weinkellern und kleinen Agrotourismen Halt machen, um sich mit typischen Produkten der Region zu stärken: Tortellini oder Cappelletti, Tagliatelle mit Fleischsoße, Kostproben von Parmigiano Reggiano und eine vielfältige Auswahl an Aufschnitt und Käse.
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Der Dokumentarfilm mit dem Titel Tanta strada(Hoch hinaus) von Lorenzo K. Stanzan, beschreibt den Umfang und das Gebiet des Projekts für zugängliches Radfahren.
Für Informationen über die zugänglichen Routen der Emilia-Romagna. Der Service umfasst bei Bedarf die Anmietung von Fahrzeugen und erfahrenen Begleitpersonen.