Übersicht
Früher hieß es einfach Archäologisches Museum, ein Name, der die Substanz der ausgestellten Funde gut verdeutlichte. Es befindet sich auf dem gleichen Platz, auf dem sich eine Seite des Doms befindet, direkt vor der Kirche, und nimmt seit den 1980er Jahren eine Reihe von Räumen des Palazzo Varisano ein, einem Gebäude im Stil des 18. Jahrhunderts, obwohl es früher entstand, mit architektonischen Details aus dem 16. Jahrhundert zwischen barocken Elementen. Schließlich wird das Thema der Antike in der Gegend von Enna auch durch das archäologische Museum von Aidone mit der berühmten Venus von Morgantina und vor allem durch die römische Villa del Casale auf der Piazza Armerina dargestellt. Hier beginnen die Sammlungen in der Vorgeschichte mit Funden aus dem Gebiet um den Lago di Pergusa, um mit Zeugnissen der griechischen Kolonisation im 6. Jahrhundert v. Chr. fortzufahren und sich auch über die klassische römische Phase hinaus bis ins frühe Mittelalter zu erstrecken. Besonders hervorzuheben sind die Grabbeigaben, die in den Nekropolen der Region ans Licht gekommen sind, und ein attischer Krater mit roten Figuren mit Szenen aus dem Fitnessstudio und dem Aufbruch eines Kriegers: Er stammt aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Eine nicht archäologische, sondern risorgimentale Kuriosität betrifft den Palast selbst: Es scheint, dass Giuseppe Garibaldi hier und nicht in Marsala am 13. August 1862 zum ersten Mal vor seinen Rothemden den schicksalhaften Satz „O Roma o morte“ (Entweder Rom oder Tod) ausgesprochen hat. Damals hieß Enna noch Castrogiovanni. Den heutigen Namen griechischen und römischen Ursprungs erhielt die Stadt erst 1927.