Der Cilento, zwischen unberührten Stränden, wilder Natur und heimeligen Dörfern
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Seit jeher ist dieses Gebiet ein Knotenpunkt der Völker und eine Fundgrube antiker Traditionen. Es ist reich an Kastanien- und Steineichenwäldern, Bächen und Dörfern, die auf das Meer hinausblicken oder sich an die Felsen klammern.
Hier finden wir einige Meisterwerke, die 1998 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen wurden: den herrlichen Nationalpark von Cilento und Vallo di Diano mit den archäologischen Stätten von Paestum und Velia sowie die Kartause von Padula.
Versteckte Strände, kleine Fischerdörfer, unberührte Natur und reiche archäologische Zeugnisse machen den Cilento zu einem Reiseziel mit unwiderstehlicher Faszination.
Wo liegt der Cilento
Das Gebiet des Cilento erstreckt sich in der Provinz Salerno, im Süden Kampaniens. Die Küste verläuft über hundert Kilometer zwischen Klippen, in den Felsen gegrabenen Höhlen und Landzungen.
Das Meer des Cilento ist klar mit feinem Sand, aber nur wenige Kilometer entfernt kann man bereits die Gipfel der sogenannten Dolomiten Süditaliens erkennen, eines ausgedehnten Bergkomplexes, der an einigen Stellen 1.700 Meter überschreitet. Die menschlichen Siedlungen, die das Gebiet durchziehen, sind fast alle sehr alten Ursprungs, einige von ihnen erinnern mit wenigen hundert Einwohnern, Wallfahrtskirchen, Klöstern und alten Herrenhäusern an Weihnachtskrippen.
Geschichte und Informationen über den Cilento
Der Cilento spielte eine wichtige Rolle in der Entwicklung der Philosophie und der Wissenschaft, vor allem aufgrund der Gründung der Eleatischen Schule während der Magna Graecia. Das Gebiet ist heute das archäologische Gebiet von Velia in der Nähe von Salerno. Zu den brillantesten Vertretern dieser Schule gehörten Parmenides, Zeno und Xenophanes.
Eine weitere Stätte von außergewöhnlichem historischen Interesse ist das archäologische Gebiet von Paestum. Ab 560 v. Chr. erlebte das Dorf eine architektonische und kulturelle Entwicklung, die wir noch heute bewundern können.
Warum der Cilento eine UNESCO-Stätte ist
Der Cilento befindet sich zwischen dem Golf von Salerno und dem Golf von Policastro und wurde zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt, da es sich um eine Kulturlandschaft von außergewöhnlichem Wert handelt. Einige Siedlungen in diesem Landstrich sind 250.000 Jahre alt.
Der Nationalpark wurde zum MAB-Biosphärenreservat der UNESCO erklärt und aufgrund der zahlreichen wundervollen Karsthöhlen in das Netz der UNESCO-Geoparks aufgenommen.
Die Kartause von Padula auf der Hochebene von Vallo di Diano ist bemerkenswert, da es sich um den größten Klosterkomplex Süditaliens handelt und hier zahlreiche künstlerische Schätze bestaunt werden können.
Die schönsten Orte im Cilento: 7 Etappen, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten
Sehenswertes im Cilento Es gibt 7 Etappen, die man sich nicht entgehen lassen sollte, und die erste ist Palinuro mit seinem Vorgebirge, das zu den malerischsten des Cilento gehört, den vielen spektakulären Stränden mit kristallklarem Wasser und den faszinierenden Karsthöhlen. Wer gerne auf Naturpfaden unterwegs ist, wird sich in den Sentiero della Primula (Primelweg) verlieben, der auf 14 Kilometern entlang des Vorgebirges verläuft und atemberaubende Aussichten auf das Meer, aber auch auf die Wälder, Flüsse und archäologischen Stätten der Gegend bietet.
Marina di Camerota ist dank seiner vorteilhaften Lage eines der beliebtesten Ziele in der Gegend: Es liegt am Fuße von Hügeln mit antiken Türmen und jahrhundertealten Olivenhainen, zwischen felsigen Vorsprüngen hoch über dem Meer und fast tropisch anmutenden Stränden.
Punta Licosa ist ein Paradies für alle, die das Meer lieben, mit seinen wenig besuchten Felsstränden und dem kristallklaren Meeresboden. Sie liegt im Schatten des Monte Licosa und ist eine bezaubernde kleine Insel mit einem Pinienhain.
Einen Besuch wert ist auch der Wasserfall Capelli di Venere (Haare der Venus), der spektakulärste in der Oase Capello di Casaletto Spartano, ein wahrhaftiges Naturschauspiel.
Zu den Naturwundern der Gegend gehören auch die Grotten von Castelcivita, die sich kilometerweit im Massiv der Monti Alburni erstrecken und reich an Stalaktiten und Stalagmiten in tausenden Formen sind. Sie stellen einen der größten speläologischen Komplexe Süditaliens dar.
Auch Castelnuovo Cilento, ein wunderschönes mittelalterliches Dorf ganz oben auf einem Hügel,ist einen Besuch wert. Es ist als das „Dorf der Kieselsteine“ bekannt.
Die letzte Etappe ist schließlich die Bucht von Trentovain Agropoliim Nationalpark Cilento, ein wahres landschaftliches Schmuckstück der Gegend.
Typische Produkte des Cilento: 5 Köstlichkeiten
Neben dem mythischen Büffelmozzarella DOP, der typisch für die Gegend von Capaccio Paestum ist, mangelt es im Cilento sicherlich nicht an Spezialitäten, die man probieren sollte.
Die Cavateddi beispielsweise sind kleine Gnocchi aus Wasser und Mehl, die mit Fleischsoße angemacht werden. Exquisit.
Unbedingt empfehlenswert ist auch der erste Gang Lagane e Ceci, eine frische Pasta aus Hartweizengrieß und Wasser, breiter und kürzer als Tagliatelle, die zusammen mit gedünsteten Kichererbsen gekocht wird.
Die Fusilli von Felitto sind ein weiteres Presidio Slow Food aus dem Cilento: Eiernudeln in Form hohler gelber Makkaroni.
Sehr gut schmecken auch die weißen Feigen des Cilento. Getrocknet sind sie die ideale Zwischenmahlzeit für Groß und Klein.