Übersicht
Die faszinierenden Ruinen eines der ersten Tempel der Griechen in Syrakus (Anfang des 6. Jahrhunderts v. Chr.) mit der ältesten dorischen Säule in Sizilien und gleichzeitig der ältesten Steinsäule der westlichen Welt, begrüßen den Gast am Eingang in Ortigia, dem ältesten Teil von Syrakus. Die Widmung an Apollo ist auf der obersten Stufe der Ostseite eingraviert. Die Überreste der Säulen (6 an den kurzen Seiten und 17 an den langen), klobig und nahe beieinander, zeugen von der archaischen Architektur des Tempels, der aus dem charakteristischen gelblichen Stein der Region, der „Giurgiulena“, erbaut wurde und im Laufe der Jahrhunderte mehrere Veränderungen erfahren hat. Er wurde in der byzantinischen Zeit (6. Jahrhundert n. Chr.) in eine christliche Kirche, in der arabischen Zeit in eine Moschee (9. Jahrhundert n. Chr.) und dann wieder in eine christliche Basilika unter den Normannen (11. Jahrhundert n. Chr.) umgewandelt, um im 16. Jahrhundert n. Chr. während der spanischen Herrschaft in eine Kaserne integriert zu werden. Karl V. von Habsburg nutzte ihn auch als Steinbruch für Befestigungsanlagen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen die Überreste des Apollotempels, nachdem sie von allen Überbauten befreit waren, wieder ans Licht, ganz ohne Begrenzung zur Stadt. In der Tat findet morgens an Wochentagen direkt hinter dem Tempel der charakteristische Stadtmarkt statt.