Übersicht
Der 1789 vom französischen Architekten Léon Dufourny zusammen mit Giuseppe Venanzio Marvuglia entworfene Botanische Garten von Palermo, der gleichzeitig mit dem Lehrstuhl für Naturgeschichte und Botanik eingerichtet wurde, ist ein wahres subtropisches Paradies von etwa 10 Hektar und verfügt über etwa 10.000 Baumarten, darunter imposante Feigenbäume, sehr hohe Palmen und bunte Hibiskusbäume, einen tropischen Obstgarten, einen Garten mit Heilpflanzen, primitive Pflanzen (die sogenannten lebenden Fossilien) und verschiedene Becken mit Wassersystemen. Das große Hauptgebäude (das Gymnasium) beherbergt die alte Botanische Schule. Die Palmenallee ist der älteste Teil der Grünanlage und teilt den Linnéschen Garten (nach dem schwedischen Naturforscher, der das System der Artenklassifizierung einführte) in zwei Teile. Dieser ist in kleine rechteckige Beete aufgeteilt, wobei die Klassifizierung im Wesentlichen auf den Vermehrungseigenschaften der Blumen basiert. Zu den bemerkenswerten Exemplaren gehört hier der Ginkgo biloba (mit dem berühmten doppelt geformten Blatt). Schön ist auch das Seerosenbecken, das von Bambuspflanzen und verschiedenen Seerosenarten umgeben ist, deren mehrfarbige Blüten den ganzen Sommer über bewundert werden können. Zu den schwimmenden Exemplaren gehören auch der bekannte indische Lotus und der ägyptische Papyrus. Schließlich gedeihen in den Gewächshäusern, von denen das älteste 500 Quadratmeter groß ist, Pflanzen, die für tropische feuchte Klimazonen typisch sind, oder, wie im Gewächshaus der Sukkulenten, Kakteenarten aus heißen trockenen Umgebungen.