Übersicht
Das alte Kloster mit der Kuppel von Correggio
Der Benediktinerkomplex umfasst die Kirche, den Kreuzgang und die Bibliothek von San Giovanni.
Er wurde im 11. Jahrhundert von Bischof Sigifredo gegründet und zeichnet sich durch seine barocke Fassade aus, die sich zum Piazzale San Giovanni hin öffnet. Der Glockenturm wurde 1613 rechts angebaut und ist mit seinen 75 Metern der höchste von Parma. Die Kirche hat einen romanischen Grundriss in Form eines lateinischen Kreuzes, drei Schiffe mit Kreuzgewölben und Seitenkapellen. Das Innere ist ein Triumph der Fresken. Im Kirchenschiff sind der durchgehende Fries von Correggio, der auch die Lünette mit dem Heiligen Johannes und dem Adler malte, und der Freskenzyklus in der Kuppel hervorzuheben: besonders eindrucksvoll ist die Vision des Evangelisten Johannes mit ihrem außergewöhnlichen Spiel mit der Perspektive.
Das linke Kirchenschiff beherbergt einige interessante Frühwerke von Parmigianino. Dazu gehören die Fresken der Heiligen Agatha und des Henkers sowie die Fresken der Heiligen Lucia und Apollonia in der ersten Kapelle.
Im Inneren des Klosters lohnt sich ein Besuch der drei Kreuzgänge, die für die Prozessionen der Gemeinschaft genutzt werden und in denen man die benediktinische Luft einatmen kann, die von der Regel „Ora et Labora“ („bete und arbeite“) geprägt ist.
Die Bibliothek des Klosters ist ebenfalls reich mit Fresken geschmückt und umfasst etwa 20.000 Bände, darunter illuminierte Handschriften aus dem 15. und 16. Jahrhundert, die von der Amanuensis-Tätigkeit der Mönche zeugen.
Piazzale S. Giovanni, 1, 43121 Parma PR, Italia