Übersicht
Das 1988 eröffnete Museum beherbergt archäologische Funde aus dem Gemeindegebiet, insbesondere aus der bedeutenden etruskischen Siedlung Poggio Civitate. Die in Poggio Civitate durchgeführten Untersuchungen haben die Überreste von zwei Gebäuden mit zwei Bauphasen, orientalisch und archaisch, aus dem 7. und 6. Jahrhundert v. Chr. wiederhergestellt. Das erste, das als orientalisch bezeichnet wird, stammt aus der Zeit um 630 v. Chr. und ist von großem Wert. Die dekorativen Schnitte, die das Dach schmücken, sowie die importierte Keramik, die die Verbindungen des Ortes mit der Küste und Griechenland offenbart. Neben dem Gebäude wurde eine Handwerkswerkstatt entdeckt, die die Herstellung von Keramik, Töpferwaren und wertvollen Gegenständen vor Ort bestätigt. Beide Bauwerke wurden durch einen Brand um 600 v. Chr. zerstört, wodurch zahlreiche wertvolle Funde wie Elfenbein, Gold, Silber, Bronze, feine Keramik und Bucchero geborgen werden konnten. Um 580 v. Chr. wurde die Residenz wieder aufgebaut und erreichte eine Größe von etwa 60 Metern pro Seite, mit einem großen Innenhof, der mit Arkaden geschmückt war. Das Gebäude auf dem Dach hatte majestätische plastische Verzierungen, ausgeschnittene Akroterien, die reale oder fantastische menschliche und tierische Figuren darstellten. Darüber hinaus gab es zur Verzierung des Gebäudes auch geformte Tonplatten, die vier Szenen darstellen: das Pferderennen, das Bankett, die Versammlung und die Prozession. Im Inneren wurden Bronzefunde, Keramik, schwere Bucchero und vieles mehr gefunden. Um 525 v. Chr. wurde das Gebäude von den Bewohnern, die wahrscheinlich in ein anderes Zentrum gezogen waren, abgerissen und aufgegeben. Im Jahr 2002 wurde das Museum renoviert und erweitert.