Übersicht
Es war eine wundersame Erscheinung, die 1295 auf dem Hügel von Caperrina die Entstehung der Wallfahrtskirche Madonna di Montalto veranlasste. Es waren turbulente Jahre für das unbezwingbare Volk von Messina, das 1282 während der Sizilianischen Vespern gegen die Belagerung durch die Anjou kämpfte. Die Bevölkerung war erschöpft. Was könnte also glücklicher sein als die Erscheinung der Jungfrau, die in weiße Schleier gehüllt die Mauern der Stadt bedeckte, um sie unsichtbar zu machen und die Pfeile der Franzosen unter dem Kommando von Karl von Anjou abzulenken? „Vor uns erscheint deutlich eine Frau, die in Weiß gekleidet ist... Als wir sie sahen, wurden wir alle von einem solchen Schrecken ergriffen, dass uns der Mut fehlte, gegen euch zu kämpfen“, war die Reaktion der sich zurückziehenden feindlichen Armee. Die Madonna hatte gewonnen, die Jahre später, immer noch nach hagiografischen Quellen, im Jahr 1295 einem Einsiedlermönch auf dem Hügel im Traum erschien und bat, dass er dort einen Tempel errichten solle, der ihr gewidmet war. Er hätte eine Taube geschickt, um den genauen Ort anzuzeigen. Und eine weiße Taube kam pünktlich auf dem Hügel der Caperrina an und zeigte den Ort an, an dem ein Heiligtum errichtet werden sollte, das der Madonna delle Vittorie, der Beschützerin der Stadt in Kriegszeiten, gewidmet war. Das im gotischen Stil erbaute Heiligtum, das bald zu einem wichtigen Zentrum der Marienverehrung wurde, hat im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Umbauten erfahren, vor allem aufgrund der verheerenden Erdbeben, einschließlich der fast vollständigen Zerstörung durch das Erdbeben von 1908. Es wurde in den Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts in einem eklektischen Stil wieder aufgebaut, der neugotische und neoromanische Elemente kombiniert, die für die Eingriffe der Zeit typisch sind, und zeichnet sich durch die Einfachheit und Eleganz der Fassade aus weißem lokalem Stein aus, die dem Meer zugewandt ist und von zwei schlanken Glockentürmen begrenzt wird, die das Gefühl von Vertikalität und Feierlichkeit betonen.