Val d’Orcia, Land der Liebesgeschichten und der Orte, die das Herz höher schlagen lassen
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Das Val d’Orcia ist seit jeher ein Land, in dem die Liebe ihre Stimme findet. Man spürt sie im goldenen Licht der Sonnenuntergänge, in den sanften Linien der Hügel, in der Stille der Dörfer, die alte Geschichten bewahren. Jeder Blick erzählt von Emotionen, jeder unbefestigte Weg lädt dazu ein, das Tempo zu drosseln, und jede Stille erzählt von einer Verbundenheit.
Die Liebe zeigt sich im Val d’Orcia in vielen Formen: in den Filmen, die seine Schönheit verewigt haben, in den Gärten, die als Hommage an einen geliebten Menschen angelegt wurden, in den gemütlichen Spaziergängen zwischen Zypressen und Weizenfeldern, wo die Zeit stillzustehen scheint.
In Pienza, der „idealen Stadt“, die von Papst Pius II. als Symbol für die Harmonie und Vollkommenheit der Renaissance in Auftrag gegeben wurde, ließ der Regisseur Franco Zeffirelli einige Szenen seines berühmten Films Romeo und Julia aus dem Jahr 1968 spielen. Der Palazzo Piccolomini mit seinen Loggien und seinem eleganten Kreuzgang wurde zum Schauplatz des Balls, bei dem sich die beiden Hauptdarsteller zum ersten Mal begegnen.
Nicht weit entfernt, in der Landschaft rund um Pienza, befindet sich das Kloster Sant‘Anna in Camprena, ein alter Komplex der Olivetaner aus dem 15. Jahrhundert. In seinen Kreuzgängen und vor dem Hintergrund seiner Fresken spielen sich einige der eindrucksvollsten Szenen von Der englische Patient ab, dem Oscar-prämierten Film von Anthony Minghella aus dem Jahr 1996. Seine von Stille und Erinnerung durchdrungenen Mauern scheinen noch heute die Melancholie und die Leidenschaft der Protagonisten in sich zu tragen.
Doch das Val d’Orcia birgt nicht nur Liebesgeschichten, die vom Kino erzählt werden: Hier werden auch wahre Geschichten gelebt, die von Hingabe und gemeinsamer Vision handeln. In Radicofani ließ Odoardo Luchini Ende des 19. Jahrhunderts für seine Frau Isabella einen Garten mit esoterischem und poetischem Charme anlegen: den Bosco Isabella, in dem die Natur frei wächst und die Kunst mit der Symbolik verwoben ist, als wolle sie eine ewige Verbindung zwischen Mann und Frau, Geist und Materie darstellen.
Einige Jahrzehnte später verwandelten die Schriftstellerin Iris Origo und ihr Ehemann Antonio in La Foce ein verfallenes Gehöft in einen außergewöhnlichen Ort, an dem Villa und Gärten in perfekter Harmonie mit der umliegenden Landschaft in Einklang stehen. Der von dem englischen Architekten Cecil Pinsent entworfene Garten vereint geometrische Strenge und natürliche Freiheit, genau wie die menschliche und intellektuelle Verbindung, die das Ehepaar Origo verband.
Ein Besuch im Val d’Orcia ist daher eine Reise des Herzens, zwischen Kunst, Natur und Erinnerung.
Wo Kino auf Romantik trifft: Pienza und das Kloster Sant‘Anna in Camprena.
Die Romantik des Val d’Orcia ist auch auf der großen Leinwand zu sehen. Pienza mit seiner Renaissance-Architektur und seinen Ausblicken, die sich in der Unendlichkeit verlieren, war Schauplatz von Meisterwerken des Weltkinos.
Im Palazzo Piccolomini drehte Zeffirelli einige der ikonischsten Szenen von Romeo und Julia: Hier, zwischen Kreuzgängen und Loggien, findet der Ball statt, bei dem sich die beiden jungen Menschen zum ersten Mal begegnen. Nicht weit davon entfernt, in der Landschaft von Pienza, diente das Kloster Sant’Anna in Camprena als Kulisse für die Dreharbeiten zu Der englische Patient, einem Oscar-prämierten Film, der von einer unmöglichen und überwältigenden Liebe erzählt.
Beide Orte, die in eine schwebende Stille gehüllt sind, sind heute ideale Ziele für alle, die eine Reise durch die Zeit und die Emotionen unternehmen möchten. Bei einem Besuch dieser Orte ist es unmöglich, den Zauber eines Landes nicht zu spüren, in das man sich immer wieder neu verliebt.
Liebesgeschichten, die die Zeit überdauern: Wahre Geschichten zwischen Radicofani und La Foce.
Neben den Fantasien des Kinos birgt das Val d’Orcia auch authentische Liebesgeschichten, die im Einklang mit der Natur und der Landschaft entstanden und herangereift sind.
In Radicofani ließ Odoardo Luchini Ende des 19. Jahrhunderts für seine Frau Isabella einen einzigartigen Ort entwerfen: den Bosco Isabella, einen Garten von esoterischem Charme, in dem die Vegetation frei wächst und mit dem Menschen in Dialog steht.
Einige Jahrzehnte später schufen die englische Schriftstellerin Iris Origo und ihr Ehemann Antonio in La Foce eine Villa und einen Garten, die heute als Symbole für Ausgewogenheit und Schönheit gelten und das Ergebnis einer gemeinsamen Vision und einer dauerhaften Liebe sind.
Beide Orte zeugen davon, dass das Val d’Orcia seit jeher ein Gebiet der Seele ist, in dem Gefühle zur Landschaft werden und jede Geste zu einem Vermächtnis.
Spaziergänge, Panoramen und Stille: Die Liebe im Val d’Orcia.
Es braucht nicht viel, um sich in das Val d’Orcia zu verlieben: Man muss sich nur von seiner Stille, den Düften des Weizens und den Farben, die sich mit dem Licht verändern, einhüllen lassen.
Auf den unbefestigten Straßen spazieren zu gehen, die Wege zu beschreiten, die einst Pfarrkirchen und Dörfer miteinander verbanden, oder einfach nur innezuhalten, um den Sonnenuntergang über den Hügeln zu beobachten – das sind Erlebnisse, die das Herz berühren.
Und dann ist da noch Pienza mit seinen Gassen: die Via del Bacio und die Via dell’Amore, die sich zwischen goldenem Stein und Ausblicken auf die Landschaft erstrecken, wo jeder Schritt wie ein Versprechen wirkt.
Zwischen Kirchen, kleinen Museen und Ecken, die wie Gemälde wirken, wird jeder Besuch zu einem romantischen Spaziergang durch Geschichte und Schönheit.
Hier hat die Liebe tausend Gesichter – und alle finden ihren Platz in einer Landschaft, die wie geschaffen ist, um sie zu bewahren.