Übersicht
Das Museum entstand nach der Schenkung eines ersten Kerns von Werken durch Marino Marini selbst, der eine starke Bindung zur Stadt Florenz hatte, in den Jahren seiner Ausbildung hatte er die Kurse für Malerei und Skulptur an der Florentiner Akademie der Schönen Künste besucht.
Zu dem ersten Kernbestand gesellen sich weitere Schenkungen der Frau des Künstlers und anderer privater Spender. Derzeit beherbergt das Museum 183 Werke, darunter Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen und Stiche aus den Jahren 1916 bis 1977, die sich auf die vier Ebenen des Museums im ehemaligen Komplex von San Pancrazio verteilen.
Der Künstler arbeitet unermüdlich an den Themen Ritter und Pferd oder Pomona und forscht in den Jahren bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs nach „reinen“ Formen, wobei er die Tradition als Lehre von Giotto betrachtet. In diesen Jahren stellte er mit den Künstlern der Gruppe Novecento aus, die sich mit ähnlichen Themen befassten. Nach dem Krieg beginnen sich die Formen zu öffnen und die Harmonie zwischen Pferd und Ritter wird zum Konflikt.
Sehr interessant ist das im Museum angewandte Gestaltungskriterium, das nicht chronologisch, sondern thematisch ist. Besondere Aufmerksamkeit wurde der Art und Weise gewidmet, wie das natürliche Licht mit den ausgestellten Werken interagiert, wobei die Vision des Künstlers berücksichtigt wurde, der das Licht als unverzichtbares Element für die Lesart seines Werkes betrachtete.
Der Rundgang umfasst den Zugang zu einem kleinen Juwel der Renaissance, der Rucellai-Kapelle oder dem Tempel des Heiligen Grabes, die der mächtige Giovanni Rucellai beim Architekten und Theoretiker der italienischen Renaissance Leon Battista Alberti in Auftrag gab.
Auf Wunsch bietet das Museum in seinen Räumlichkeiten private Veranstaltungen sowie Abendessen und Cocktails oder Konferenzen und Firmenpräsentationen an.