Die Juweliere des Ponte Vecchio, ein kostbarer Schatz im Herzen von Florenz
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Kreationen aus Gold und Silber: Ringe, Armbänder, Halsketten und Anhänger, Ohrringe und Uhren von raffinierter Handwerkskunst, verziert mit edlen Diamanten, Rubinen, Smaragden und Saphiren oder dem „Pietra dura“ genannten Florentiner Mosaik – aber auch Werke aufstrebender Designer und renommierter Marken sowie seltener, antiker Sammlerschmuck. Seit Jahrhunderten erstrahlen die Geschäfte, die sich auf dem historischen Ponte Vecchio von Florenz aneinanderreihen, im Glanz kostbarer Steine und Edelmetalle und ziehen Tag für Tag Touristen und Liebhaber, ja sogar königliche Kundschaft und ranghohe Politiker an.
Die Juweliere und der Ponte Vecchio sind seit Jahrhunderten miteinander verbunden. Ihre Geschäfte über den Bögen der Brücke begeistern mit dem Besten, das die berühmte florentinische Gold- und Silberschmiedetradition zu bieten hat: Ein Spaziergang entlang ihrer Schaufenster darf bei einem Besuch in der Medici-Stadt keinesfalls fehlen. Bummeln Sie gemächlich an den Läden entlang, genießen Sie die Augenweide der Schmuckstücke – und lassen Sie sich vielleicht sogar dazu inspirieren, ein Souvenir von hier mit nach Hause zu nehmen.
Die Brücke der Juwelen, auf Wunsch der Medici
Diese ganz besonderen Läden auf der „Brücke der Juwelen“ bieten eine Garantie für sichere Einkäufe und zertifizierte Qualität. Ihre Entstehung verdanken wir einem Dekret der Medicis aus der Renaissance-Zeit sowie einer präzisen Stadtplanung. Der Ponte Vecchio wurde bereits zum Zeitpunkt seines Baus im Jahr 1345 mit lückenlos aneinandergereihten kleinen Läden versehen und beherbergte lange Zeit Werkstätten aller Art, darunter Metzgereien und Fischgeschäfte sowie später Gerbereien, deren Abfälle jedoch unangenehme Gerüche verursachten, die sich über die gesamte Umgebung verteilten.
Als im Jahr 1565 auf Wunsch von Cosimo I. der Vasarikorridor errichtet wurde, ein etwa ein Kilometer langer überdachter Gang, der den Palazzo Vecchio, das politische Zentrum der Stadt, über die Uffizien mit dem Palazzo Pitti, dem damaligen Wohnsitz der Medici, verbindet, befanden sich die Läden des Ponte Vecchio plötzlich im Zentrum eines prestigeträchtigen Korridors, der der Stadt Glanz verleihen sollte.
Es war hingegen Großherzog Ferdinand I., der Sohn von Cosimo I., der vor allem aus Gründen des Ansehens 1593 das Dekret erließ, die bis dahin auf dem Ponte Vecchio angesiedelten Handwerker und Händler durch Gold- und Silberschmiede zu ersetzen. Dabei wurde ausdrücklich verboten, dort anderen Aktivitäten als dem Handel mit edlen Metallen und Steinen nachzugehen.
Hommage an die Tradition der Gold- und Silberschmiede von Florenz
Seitdem hat es niemand gewagt, sich dem Dekret des Großherzogs zu widersetzen: Noch heute beherbergt der Ponte Vecchio ausschließlich bezaubernde kleine Juweliergeschäfte, von denen einige wie früher den Brauch beibehalten, ihre Werkstatt zur Straße hin auszurichten, damit die Passanten durch die Vitrine zusehen können, wie die Goldschmiede ihre Kreationen von Hand erschaffen. Eine Hommage an die Handarbeit der lokalen Juweliere und an die Tradition der weltweit berühmten Florentiner Gold- und Silberschmiedekunst ist auch das Denkmal für Benvenuto Cellini, den berühmtesten Florentiner Goldschmied, das direkt in der Mitte der Brücke errichtet wurde.
Entdecken Sie den Schatz der Medici im Museum für Silber
Wenn Sie sich für die Geschichte und die Werke interessieren, die dieser Tradition und den Ursprüngen des Qualitätshandwerks Made in Italy zugrunde liegen, dann empfiehlt sich ein Besuch des Museums für Silber, das im Palazzo Pitti untergebracht ist. Seine Säle beeindrucken mit einer außergewöhnlichen Sammlung, denn hier wird der Schatz der Medici aufbewahrt.