Übersicht
Die Abtei wurde um 1133 von Guglielmo da Vercelli gegründet, der dort 1142 starb. Sie erlebte ihre ganze Pracht im Mittelalter und verfiel dann, bis sie nach dem Erdbeben von 1980 restauriert wurde. Jenseits des Mauerrings befinden sich zwei Kreuzgänge, um die die Klostergebäude angeordnet sind. Durch einen großen Bogen gelangt man in den linken Kreuzgang mit den Ruinen der Hauptkirche, die von 1733 bis 1740 von Domenico Antonio Vaccaro erbaut wurde. Auf der rechten Seite befindet sich die Unterkirche aus dem 12. Jahrhundert im apulisch-romanischen Stil mit rechteckigem Grundriss und zwei Schiffen. Darüber – vom Kreuzgang aus über eine Steintreppe erreichbar – trägt die Oberkirche auf der Tür, dem Tympanon und unter der kleinen Rosette Inschriften in gotischen Schriftzeichen mit den Daten der Erbauung und Fertigstellung des Gebäudes (1247 und 1255), den Namen der Äbtissinnen, die es erbauen ließen (Marina und Scolastica) und die ursprüngliche Widmung an den Heiligen Lukas. Das Innere folgt dem Grundriss der Unterkirche, ist aber lichtvoller. Im rechten Kreuzgang erhebt sich ein hoher massiver Verteidigungsturm aus dem Jahr 1152 mit Marmorblöcken, die aus einem römischen Mausoleum geborgen wurden.