Übersicht
Die in Stein gehauenen Schätze der Familie d'Este
In einem Säuleninnenhof im Erdgeschoss des Palazzo dei Musei von Modena gelegen, ist das Museo Lapidario Estense das erste öffentliche Museum der Stadt. Seine Gründung geht auf das Jahr 1828 unter Herzog Franz IV. von Österreich zurück, ausgehend von einem ersten Kern von Steinobjekten aus dem Ferrara-Antiquarium von Alfonso II. d'Este und der römischen Sammlung von Kardinal Rodolfo Pio da Carpi.
Die Sammlung beherbergt neben Funden aus der Römerzeit auch Erinnerungsstücke und Grabbögen, die jahrhundertelang bis zum späten 17. Jahrhundert auf dem Vorplatz an der Südseite des Doms oder in anderen Sakralbauten von Modena und Reggio Emilia aufbewahrt wurden. Ein Verfahren, das bereits im humanistischen Zeitalter entstanden ist, unter Berücksichtigung des nahe gelegenen Bologna, in Erinnerung an jene Bürger, die sich vor allem im Bereich des Rechts und der Medizin hervorgetan hatten. Die letzte museografische Sortierung stammt von Cesare Giorgi aus dem Jahr 1938, die durch sorgfältige Restaurierungsarbeiten am Ende des letzten Jahrhunderts zurückgewonnen wurde.
Neben dem Museo Lapidario beherbergt der Palazzo dei Musei die Galleria Estense, die aus vier Sälen und sechzehn Ausstellungsräumen mit Gemälden, Marmor- und Terrakotta-Skulpturen, Gegenständen angewandter Kunst und Musikinstrumenten der Familie d'Este besteht. Sie erwarten Meisterwerke von Correggio, Velázquez, Bernini und Guido Reni. Im zweiten Stock befindet sich die Biblioteca Estense Universitaria mit wertvollen Manuskripten und seltenen Druckausgaben.
Palazzo dei Musei, Largo Porta Sant'Agostino, 337, 41121 piano terra MO, Italia