Basilikata: Die knusprigen „Cruschi“-Paprika von Senise
2 Minuten
Sie schmücken die Gassen der Altstadt mit ihren typischen purpurfarbenen Ketten, um die Trocknung in der Sonne zu erleichtern.
Eine unverzichtbare Bestätigung für alle, die sie zum Verfeinern ihrer Gerichte verwenden, und eine unglaubliche Überraschung für jeden, der sie zum ersten Mal probiert.
Die historischen Ursprünge des Peperone di Senise IGP
Obwohl sie heute ein typisch lukanisches Gericht und ein wesentlicher Bestandteil der kulinarischen Tradition der Region sind, stammen die „Peperoni cruschi“ (wörtlich knusprige Paprika, das heißt kleine konische Paprika, die getrocknet werden) aus den Antillen.
Einer Legende nach waren es die Aragonesen, die dieses Produkt von den karibischen Inseln unter ihrer Herrschaft importierten. Anderen Gerüchten zufolge war es jedoch Christoph Kolumbus, der auf einer seiner drei Karavellen große Mengen dieses Gemüses wegen seiner heilenden Wirkung aufbewahrt haben soll.
Tatsache ist, dass die „Crusco“ -Paprika, also die knusprige, im Laufe der Jahrhunderte zu einer Besonderheit der Basilikata geworden ist, da sie in Senise einen Boden gefunden hat, der sowohl aufgrund der klimatischen Bedingungen als auch der reichlichen Wasserreserven für seinen Anbau mehr als günstig ist.
Zubereitung
Ob stumpf, spitz oder hakenförmig: Bei der Zubereitung wird die „Crusco“-Paprika zu einem sehr ästethischen Element. Ihre Ketten, die mit Nadel und Faden hergestellt werden, verleihen der Landschaft von Senise einen Hauch von unschätzbarer Schönheit.
Die Technik der Kette dient nämlich dazu, die Trocknung des Produkts in der Sonne zu fördern. Und so sieht man in den Gassen der alten lukanischen Dörfer eine Vielzahl roter Ketten, die mit der Architektur des Ortes verschmelzen.
Es sind vor allem die Balkone, die von den langen „Nzerte“ geschmückt werden, die an den Geländern hängen.
Die Knusprigkeit ist gerade auf die Trocknung zurückzuführen. Dank ihres geringen Wassergehalts können die Paprika aus Senise frisch verzehrt oder lange gelagert werden.
Wie man das Produkt isst
Der süßliche Geschmack macht sie zur perfekten Vorspeise, die nur mit einem Spritzer nativem Olivenöl extra gewürzt wird. Die knusprigen „Cruschi“-Paprika sind aber auch die ideale Zutat für den ersten und zweiten Gang.
Sehr lecker ist zum Beispiel die Kombination mit den „strascinati“, einer ausschließlich von Hand zubereiteten Pasta, die mit Gemüse aus Senise serviert und gesalzenem Ricotta verfeinert wird.
Eine besondere Kombination ist auch der Kabeljau, ein Muss der lokalen Küche. Ob gebraten mit Ei und Wurst, kombiniert mit gekochten Kartoffeln und gebratenem Gemüse oder zu Wurst und Käse, sind die „Cruschi“ der Stolz der lukanischen Küche.
Wir empfehlen Ihnen, sie vor allem im August in einer der zahlreichen kulinarischen Kombinationen zu probieren, bei denen sie der Protagonist des Fests Sagra „Le Giornate del Peperone di Senise. U Strittul ru Zafaran“ ist (Die Tage der Paprika von Senise).