Basilikata, ein Zufluchtsort vom Alltagsstress zur Wiederentdeckung der Schönheit
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Umspült von zwei Meeren, dem Tyrrhenischen Meer im Westen und dem Ionischen Meer im Osten, die sich in Bezug auf die Landschaft, die Strände und die Farben der Küste stark voneinander unterscheiden, bezaubert die Basilikata mit kleinen, malerischen Dörfern auf über 1.000 Metern Höhe, mit von Wäldern bedeckten Bergen, mit einer Landschaft, die sich durch eine unberührte Natur auszeichnet, die mit einer prestigeträchtigen Geschichte einhergeht: Diese kleine Region bietet Attraktionen für jeden Geschmack.
Ursprung und historische Hintergründe der Basilikata
Die Geschichte der Basilikata reicht sehr lange zurück, wie die Zeugnisse der einst hier lebenden Gemeinschaften belegen – beispielsweise die Serra-d' Alto-Kultur und die Nekropole von Castelluccio.
Ihre Blüte hatte die Region jedoch zur Zeit der Magna Grecia: Dank des fruchtbaren Lands entlang der Ionischen Küste wurde sie von griechischen Siedlern kolonisiert, die hier Metapontion gründeten, das heutige Metaponto. Neben Sibari entwickelte sich Metaponto schnell zu einer der mächtigsten Städte der Magna Graecia.
Nach den sarazenischen Einfällen folgte im Mittelalter die Zeit der Familie Hauteville, deren Söhne sich an der Eroberung Süditaliens führend beteiligten und etliche kleinere Besitztümer und Grafschaften eroberten.
Die wichtigsten Städte der Basilikata
Die Basilikata ist reich an faszinierenden Zielen, doch Matera ist eine echte Perle von zeitlosem Charme.
Die Stadt der Sassi von Matera wurde 2019 zur Kulturhauptstadt Europas gewählt – ein wahres Juwel, das mit unzähligen Höhlenwohnungen und Felsenkirchen beeindruckt. Die Sassi mit ihrem Labyrinth aus Treppen, Gassen und sehr alten Gebäuden wurden zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
Potenza, die Hauptstadt der Basilikata, liegt auf dem Apennin nördlich der Lukanischen Dolomiten und umfasst den auf dem Hügel gelegenen alten Stadtkern sowie die ihr zu Füßen liegende moderne Stadt.
Von der modernen Stadt aus führen viele Wege in die Altstadt, so zum Beispiel die schmale Via Pretoria. Trotz des Erdbebens von 1980, das die Stadt stark beschädigt hat, ist sie auch heute noch eine wahre Kunstgalerie unter freiem Himmel von unschätzbarem Wert.
Auch Melfi, eine historische Stadt in der Provinz Potenza, besticht mit imposanten Mauern. Dank ihrer strategischen Lage war sie einst Schauplatz wichtiger historischer Ereignisse: Hier wurde der erste Kreuzzug beschlossen, und zwei Jahrhunderte später erließ Friedrich II. hier eine Reihe sehr wichtiger Gesetze.
Weitere schöne Ziele in der Umgebung sind Maratea, der Golf von Policastro, die unzähligen Dörfer sowie die Lukanischen Dolomiten.
Sehenswertes in der Basilikata: 6 unverzichtbare Sehenswürdigkeiten
Als erste Station eines Urlaubs in der Basilikata bietet sich das faszinierende Venosa an, das zu den schönsten Dörfer Italiens zähltund sich in der Provinz Potenza im Vulture-Gebiet befindet. Seine Ursprünge liegen weit in der Vergangenheit und werden durch die prähistorische Stätte von Notarchirico belegt, die die älteste in der gesamten Basilikata ist.
Eine weitere unverzichtbare Etappe ist der Nationalpark Pollino, der zwischen der Basilikata und Kalabrien liegt und als das größte Schutzgebiet Italiens gilt. Am Südwesthang des Monte Vulture befinden sich die Monticchio-Seen, ein Ort von archäologischem und ökologischem Interesse mit einer typischen Seefauna und einer seltenen und sehr vielfältigen Flora.
Die sanfte und harmonische Hügellandschaft der Basilikata wird von den Lukanischen Dolomiten mit ihren eindrucksvollen Bergspitzen unterbrochen. Der Kamm der Dolomiten ist eine Gegend von außergewöhnlichem naturalistischen Wert.
An der Ionischen Küste der Basilikata befinden sich die schönsten Strände der Region, während auf der Seite des Tyrrhenischen Meeres die bekannten Strände von Maratea wie Macarro, Acquafredda und Fiumicello die Besucher verzaubern.
Außergewöhnliche Orte in der Basilikata: 2 Ziele
Ein ungewöhnlicher Ort und eine ganz besondere Aktivität: Der Engelsflug wird an einem Stahlseil durchgeführt, das zwischen Castelmezzano und Pietrapertosa in den Lukanischen Dolomiten gespannt ist. Allein oder zu zweit schwebt man durch die Lüfte und genießt ein adrenalingeladenes Erlebnis.
Castelmezzano ist einen Besuch wert: Der typisch mittelalterliche Ort begeistert mit in die Felsen eingebetteten Häusern mit Steinplattendächern.
Wer sich auf der Suche nach Spiritualität befindet, wird mit Sicherheit in der Cripta del Peccato Originale, der „Krypta der Erbsünde“ in Matera fündig, die aufgrund ihres kostbaren Freskenzyklus als „Sixtinische Kapelle der Felsmalerei“ gilt.
Die typischen Produkte der Basilikata: 4 Köstlichkeiten, die Sie probieren müssen
Die typischen lukanischen Produkte sind zahlreich und durchweg köstlich, aber es gibt vier, die man unbedingt probieren sollte – angefangen mit dem Caciocavallo Podolico, einem typischen Käse, der mit der Pasta-Filata-Technik durch zweimaliges Kochen des Käsebruchs gewonnen wird.
Zu den Symbolen der Region gehört auch das Brot von Matera, eines der wenigen mit einer geschützten geografischen Angabe IGP, das ausschließlich aus Hartweizengrieß hergestellt wird.
Zu den beliebtesten landwirtschaftlichen Produkten der Region gehören die Roten Auberginen aus Rotonda, die wie Tomaten aussehen und in den Tälern des Nationalparks Pollino wachsen.
Zu guter Letzt lohnt es sich, die köstliche Crapiata Materana zu probieren, eine Suppe aus Hülsenfrüchten nach einem sehr alten Rezept, die typisch für die Region Matera ist.
Veranstaltungen in der Basilikata: 2 unverzichtbare Highlights
Zu den traditionellen Veranstaltungen der Region, die man keinesfalls verpassen sollte, gehören zwei von besonderer Bedeutung: der Umzug der Türken in Potenza, eine historische Nachstellung, die jedes Jahr am 29. Mai stattfindet, sowie der Karneval von Tricarico, bei dem die Einwohner (17. Januar) die Masken von Kühen und Stieren tragen und zusammen mit ihren festlich geschmückten Tieren zur Kirche Sant'Antonio Abate gehen, um an seinem Festtag den Segen zu erhalten.