Westsizilien: Wanderwege, Salinen und atemberaubende Landschaften
Ihre Entdeckungsreise durch die sizilianischen Naturschutzgebiete kann an der Westküste beginnen, wo die Natur unvergessliche Landschaften geschaffen hat. Das Naturschutzgebiet Zingaro mit seinen sieben Kilometern Wanderwegen über dem Meer bietet Buchten mit türkisfarbenem Wasser und den intensiven Düften der mediterranen Macchia.
Nicht weit entfernt erzählen die Salinen von Trapani und Paceco die Geschichte einer Landschaft, die zwischen Wasser und Himmel schwebt und von Flamingos und Windmühlen belebt wird, die sich so langsam drehen wie die Zeit. Ebenfalls in diesem Gebiet überrascht die Natur mit den goldenen Dünen des Fiume Platani, den Klippen des Monte Cofano, den Meeresböden von Capo Gallo und den Feuchtgebieten des Lago Preola und von Gorghi Tondi. Abgerundet wird das Bild durch den Monte Pellegrino, den Stagnone di Marsala und Capo Rama, die jeweils wertvolle Lebensräume beherbergen.
Ostsizilien: Das Meer der versunkenen Canyons und der antiken Thunfischfangstellen
Weiter östlich offenbart Sizilien seine maritime Seele. Das Meeresschutzgebiet Plemmirio südlich von Syrakus ist ein Unterwasserreich aus Canyons, Posidonia-Wiesen und einer einzigartigen Artenvielfalt – ein beliebtes Ziel für Taucher und Schnorchler.
Noch weiter südlich verbindet das Naturschutzgebiet Vendicari Natur und historische Erinnerung: Inmitten von Dünen, Sümpfen und alten Thunfischfangstellen kann man leicht Reiher, Störche und Flamingos beobachten. Hier bietet die Küste außerdem zwei der schönsten Strände Italiens: Eloro und Calamosche – kleine Paradiese mit goldenem Sand und kristallklarem Wasser.
Das sizilianische Hinterland: Canyons, Wälder und Felsnekropolen
Weiter vom Meer entfernt überrascht das Hinterland mit unerwarteten Landschaften. Das Naturschutzgebiet Cavagrande del Cassibile birgt tiefe Schluchten und in den Felsen eingebettete natürliche Teiche, während im Pantalica-Tal Archäologie und Natur miteinander verschmelzen: Die Felsnekropole, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, thront über den Schluchten des Flusses Anapo und schafft eine weltweit einzigartige Kulisse.
Weiter nördlich bewahren die Nebrodi, die Madonie und die Sicani-Berge jahrhundertealte Wälder, Wasserfälle und Dörfer, die der Zeit entrissen scheinen – ideale Orte für alle, die Ruhe und Authentizität suchen. Und auf dem Ätna verschmilzt die Kraft des Vulkans mit Wäldern und Lavaströmen und schafft so eine Landschaft, die sich ständig verändert. Die Flüsse Simeto und Alcantara mit ihren spektakulären Schluchten runden das Bild eines vielfältigen und überraschenden Hinterlands ab.
Südsizilien: Unberührte Strände und wertvolle Feuchtgebiete
Entlang der Südküste wechseln sich unberührte Strände und Naturschutzgebiete von großem Wert ab. Das Naturschutzgebiet Torre Salsa mit seinen weißen Klippen und dem kristallklaren Meer ist ein vom WWF verwaltetes Biodiversitätsreservat. Das Biviere di Gela und die Sümpfe im Südosten Siziliens sind wichtige Zugvogelrouten, während die Mündung des Irminio einen der letzten unberührten Küstenabschnitte der Region bewahrt. Diese Orte sind wahre Naturjuwelen und ideal für alle, die einen echten Kontakt mit der wildesten Seele der Insel suchen.