Übersicht
Schilpario, ein Dorf im Valle di Scalve, liegt inmitten der natürlichen Umgebung der Orobischen Voralpen.
Bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts konzentrierte sich das Leben in den Bergamasker Tälern auf die landwirtschaftliche Arbeit und den Bergbau, und Schilpario war keine Ausnahme: auf der einen Seite Bauern und Hirten, auf der anderen Seite Bergleute.
Die lokalen Museen erzählen von diesen Aktivitäten durch die Sammlung und Erhaltung von Originalwerkzeugen, die die Touristen faszinieren.
Der Bergbaupark Andrea Bonicelli bietet Führungen durch die alten stillgelegten Galerien in den Gaffione-Minen, die 1997, 25 Jahre nach ihrer Schließung, wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.
Die Strecke ist 4 km lang und windet sich über mehrere Ebenen. Sie wird teilweise mit dem alten Zug, der für den Transport des Minerals verwendet wurde, und teilweise zu Fuß zurückgelegt.
Dieser Ort lässt den Besucher in die harte Realität der Bergbauarbeit eintauchen: Die Bergleute wachten auf, bevor die Sonne aufging, und arbeiteten den ganzen Tag mit einer einzigen Pause, in der sie ein Stück Brot essen konnten.
Viele Männer starben vorzeitig an Silikose.
Aufgrund der niedrigen Temperaturen, die bei 95 % Luftfeuchtigkeit um 7 Grad liegen, wird warme und bequeme Kleidung empfohlen.
Klein, aber interessant ist das Museum der Bergbaubeleuchtung, das erste seiner Art in Europa, in dem Sie Hartmetalllampen, die einzige Lichtquelle für die Arbeiter, alte Wagen, Helme, Spitzhacken, Telefone verschiedener Art und andere Werkzeuge sehen können.
Das Ethnografische Museum wurde 1986 eingerichtet. Im Inneren sind hauptsächlich Arbeits- und Haushaltsgeräte sowie Gegenstände ausgestellt, die auf die Auswanderung des 20. Jahrhunderts zurückgehen, als man von hier aus aufbrach, um sein Glück im Ausland zu suchen.
Es gibt auch große und kleine Webstühle, die von Frauen für die Verarbeitung von Wolle und Leinen verwendet wurden, aus denen sie auch Öl extrahierten.
Am Ufer des nahe gelegenen Baches kann man die prächtige Mühle bewundern, mit der die Bauern das Mehl mahlten, das dann in der Küche verzehrt oder verkauft wurde.
Ein anderer Kontext ist das Militärhistorische Museum, in dem hauptsächlich Fahrzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg und Gegenstände aus dieser Zeit gesammelt werden. Man hat die Möglichkeit, Lastwagen, Militärfahrzeuge, Panzer, einen Hubschrauber und zwei Flugzeuge aus nächster Nähe zu betrachten.
Heute ist Schilpario ein beliebtes Touristenziel für Bergfreunde, für Schneeschuhwanderungen und Langläufer, die hierher kommen, um den berühmten Ring im Pinienwald zu bewundern.
24020 Schilpario BG, Italia