Übersicht
Die Ausstellung „La creazione della memoria“ (Die Schaffung der Erinnerung) wurde in Zusammenarbeit mit dem Mart – dem Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst in Trient und Rovereto – realisiert und ist Teil des Programms der Kultur-Olympiade Mailand–Cortina 2026. Das Projekt setzt zwei auf den ersten Blick weit voneinander entfernte künstlerische Erfahrungen, die jedoch durch eine gemeinsame Vision verbunden sind, in Dialog: die Vision der Brüder Bagatti Valsecchi und die von Fortunato Depero. Beide waren von dem Wunsch beseelt, Kunst zu leben und dabei Antikes und Zeitgenössisches zu verschmelzen.
Die Ausstellung, die eine Parallele zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert sowie zwischen Traum und Wirklichkeit schafft, verwandelt die Räumlichkeiten des Hausmuseums Bagatti Valsecchi in eine echte Theaterbühne. Die Werke des späten Futurismus von Depero überlagern die ständige Sammlung des Hausmuseums und führen einen visuellen sowie konzeptuellen Dialog, der die Beziehung zwischen Kunst, Raum und Erinnerung hervorhebt.
Ähnlich wie die Brüder Bagatti Valsecchi ihr Anwesen als lebendiges Renaissancehaus konzipierten, gestaltete Depero in den 1950er Jahren die Casa d’Arte Futurista in Rovereto um, um seine künstlerische Identität zum Ausdruck zu bringen. In beiden Fällen dient die Architektur als ein Instrument der Erzählung und des Symbolismus.
Die vom Mailänder Architekturbüro A-FACT entworfene Ausstellung bietet mit Werken aus den 1930er bis 1950er Jahren eine neuartige Inszenierung, die die räumlich-zeitliche Dimension der Werke im Kontext eines Wohnraums hervorhebt. Ein von Gaetano Cappa vom Istituto Barlumen kuratierter, immersiver Klangparcours verstärkt das Gefühl des Staunens und entführt die Besucher in eine Welt voller Dynamik, Festlichkeit und Visionen.