Übersicht
Auf einer Seite des Monte Rosato, etwa 700 m über dem Meeresspiegel, in der Provinz Rieti gelegen, verdankt Poggio Bustone seinen Namen einigen Theorien zufolge dem lateinischen Adjektiv „busto“(verbrannt): Gemeint ist wahrscheinlich der Hügel, der von der Sonne „verbrannt“ wird, die den ganzen Tag auf das Dorf scheint und ungehindert alles „verbrennt“.
Poggio Bustone verdankt seine Bekanntheit der Figur des Heiligen Franziskus, der sich dort mehrere Jahre aufhielt. Hier, auf dem Felsen, wo heute eine kleine Kapelle steht, bestätigte ihm ein Engel die Vergebung der Sünden.
Der Zweite Weltkrieg brachte Tod und Gewalt, aber auch irreparable Schäden an den heiligen Stätten und Kunstwerken, die im alten Kloster aufbewahrt wurden.
Nichts anhaben konnte er jedoch dem franziskanischen Geist, der immer noch in den Straßen des Ortes weht, wie an jenem fernen Morgen des Jahres 1208, als der heilige Franziskus beim Eintritt in das Dorf seine Ankunft mit den Worten ankündigte, die noch heute, immer am Morgen des 4. Oktober, ein Trommler in den Straßen des Ortes wiederholt: „Buon giorno, Buona gente (Einen guten Tag, ihr guten Menschen)“.
Poggio Bustone ist auch mit Lucio Battisti, einem sehr bekannten italienischen Musiker verbunden, der diese Gegend so schätzte, dass sie ihn sicherlich zu einigen seiner schönsten Lieder inspirierte.
Die Natur und die positive Ausstrahlung des Ortes beeinflussen sicherlich auch die lokale Küche, zu der neben vielen Produkten eine g.g.A.-Bezeichnung gehört: Porchetta di Poggio Bustone ist in der Tat ein Genuss, der zusammen mit Sagnocchi und Fettuccine den Tisch mit allen Aromen dieser Region füllt.
02018 Poggio Bustone RI, Italia