Übersicht
Der Sitz der mittelalterlichen Selbstverwaltung dominiert den zentralen Platz der Stadt. Der Palast wurde ab 1281 auf Beschluss des Kaufmannsführers Alberto Scoto errichtet und seitdem mehrmals restauriert und ausgeschmückt: Die Schwalbenschwanzzinnen wurden beispielsweise nach der Einigung Italiens hinzugefügt. Im 13. Jahrhundert ging es darum, einen neuen Mittelpunkt des örtlichen Lebens zu schaffen, und zwar an einem Ort, der bereits seit mehr oder weniger einem Jahrtausend im Zentrum von „Placentia“ gelegen haben muss: In dem Viertel wurde ein Stein mit der lateinischen Inschrift „hinc est ara Bellonæ“ entdeckt, das Zeichen eines Altars, der der Kriegsgottheit geweiht war.
Wenn man das massive Bauwerk von außen betrachtet, kommt man nicht umhin, den Kontrast zwischen dem Weiß des Marmorsockels in Form einer zweistufigen Loggia mit gotischen Bögen – daher der Name des Palastes – und den Geometrien der Ziegelsteine auf der oberen Ebene zu bewundern, die stattdessen an romanische Formen erinnern. Der große Versammlungssaal, der etwa vierzig auf mehr als fünfzehn Meter misst und mit einem Holzbalkendach versehen ist, wurde durch zwei Türen am Ende der beiden Treppen betreten. Derzeit ist das Gebäude nur für temporäre Veranstaltungen und Events geöffnet.