Übersicht
Orange Flagge des italienischen Touring Clubs
Das weite Gebiet von Tignale erstreckt sich vom Gardasee bis in die Berge, im Herzen des Naturparks Alto Garda Bresciano und umfasst sechs kleine Dörfer. Das wichtigste ist Gardola, wo sich die biologische Ölmühle Latteria Turnaria, die Pfarrkirche Santa Maria Assunta und die Kirche San Pietro befinden. Letztere ist langobardischen Ursprungs und im Inneren bewahrt sie ein kleines Museum mit frühmittelalterlichen Gräbern. Im Ortsteil Piovere lohnt sich ein Besuch der Kirche San Marco, die am 25. April mit einem Dorffest gefeiert wird. Oldesio hingegen liegt inmitten von Olivenhainen und ist mit seinen antiken Waschbrunnen und der kleinen Kirche San Rocco einen Abstecher wert. Olzano, klein und malerisch, ist bekannt für die kleine Kirche von San Lorenzo, während man in Aer neben der Kirche von San Bernardo eine alte Steinmühle zum Mahlen von Oliven bewundern kann. Prabione beherbergt stattdessen den Abenteuerpark, das Museum des Naturparks Alto Garda Bresciano und ist berühmt für den antiken Destillierkolben der Familie Bettanini, mit dem der „Rugiada delle Alpi“ (Alpentau) hergestellt wird, ein berühmter Grappa, der von D'Annunzio so genannt wurde.
Die Sehenswürdigkeit schlechthin in Tignale ist die Wallfahrtskirche von Montecastello, die auf einem Kalksteinfelsen über dem See liegt und ein religiöses Pilgerziel in fantastischer Panoramalage ist. Der Hafen von Tignale ist auch als „Prato della fame“ („Hungerwiese“, auch Pradelafam im Dialekt) bekannt, weil er in der Vergangenheit bei Stürmen auf dem See als Unterschlupf diente und die Seeleute dort tagelang ohne Essen blieben. Heute ist es ein Ort, an dem man sich entspannen oder Wassersport treiben kann. In der Nähe befindet sich auch die Orangerie, ein Beispiel für volkstümliche Architektur sui generis, in der man einen besonderen Lebensraum für Zitronen, Mandarinen, Kumquats, Grapefruits und Bergamotten wiederentdecken kann.