Übersicht
Das in der Provinz Varese zwischen dem Arno-Tal und dem Olona-Tal gelegene Cassano Magnago zeichnet sich durch ein zum Teil flaches, zum Teil hügeliges Gebiet aus. Auf einem Moränenhügel, der einst eine Tongrube war, befindet sich das geschützte Feuchtgebiet Boza. Die Geschichte von Cassano Magnago ist lang und faszinierend: Das Gebiet wurde bereits in der Antike von Römern, Kelten und Galliern bewohnt.
Zu den Funden gehören eine Urne aus der Zeit zwischen 600 und 450 v. Chr., Spuren eines Pfahlwerks der Golasecca-Zivilisation, Gräber, Bronzemünzen und kleine Brennöfen aus der Römerzeit, die im Geschichtsmuseum Gallarate besichtigt werden können.
Ein weiteres Zeugnis der antiken Siedlungen ist die ehemalige Kirche San Giulio, ein alter Ort, der dem keltischen Kult gewidmet war, der dann in einen römischen Tempel und schließlich in eine christliche Kirche umgewandelt wurde. Seit dem 19. Jahrhundert im Besitz der Gemeinde, wurde es für verschiedene Zwecke verwendet, aber die Restaurierungen haben Fresken und antike Fundamente ans Licht gebracht, die man heute dank des gläsernen Bodens bewundern kann.
Sehenswert ist auch die Kirche Santa Maria del Cerro, die im 13. Jahrhundert zusammen mit dem Schloss Visconti dal Pozzo erbaut wurde, in dem sich der Heilige Dorn der Krone Jesu befindet, der 1570 von Princivalle Visconti aus Köln mitgebracht wurde.
21012 Cassano Magnago VA, Italia