Übersicht
Die Galerie Umberto I. in Neapel, die 1892 eröffnet wurde, ist eines der wichtigsten Beispiele der Architektur des 19. Jahrhunderts in Italien. Die Galerie befindet sich gegenüber dem Theater S. Carlo und wurde vom Ingenieur Emanuele Rocco im Rahmen eines ehrgeizigen Stadterneuerungsprojekts entworfen, das der Stadt nach der Cholera-Epidemie von 1884 neues Leben einhauchen sollte. Die Galerie ist nach Umberto I. von Savoyen, dem König von Italien, benannt und wurde als eleganter und funktionaler öffentlicher Raum konzipiert, in dem Geschäfte, Cafés und Büros untergebracht sind.
Das Äußere der Galerie ist monumental, mit einer Fassade, die mit Neorenaissance- und Barockelementen geschmückt ist. Im Inneren erstreckt sich die Galerie auf einem Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes mit vier Armen, die unter einer 57 Meter hohen Kuppel aus Glas und Eisen zusammenlaufen. Diese für die damalige Zeit innovative Struktur verleiht dem Ambiente eine einzigartige natürliche Helligkeit und architektonische Leichtigkeit. Der Boden der Galerie ist mit Mosaiken aus polychromem Marmor verziert, die die Tierkreiszeichen darstellen, während die Innenfassaden mit Balkonen und Dekorationen im Jugendstil bereichert sind. Die Galleria Umberto I. ist seit jeher ein Treffpunkt für die Neapolitaner, der die kommerzielle Tradition der Stadt mit einer raffinierten Ästhetik verbindet. Auch heute noch ist sie einer der Bezugspunkte des sozialen und kulturellen Lebens von Neapel, wo man eine lebendige und kosmopolitische Atmosphäre atmet.
Via Santa Brigida, 68, 80132 Napoli NA, Italia