Die Küsten Apuliens: die tausend Gesichter eines Meeres, in das man sich verliebt
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Inhaltsverzeichnis
Zwei Meere, die Adria und das Ionische Meer, mit unterschiedlichen Merkmalen, steil abfallende Klippen über tiefen Wassern und seichten Stränden, die sich über Hunderte von Metern erstrecken, Kieselsteine und feinster Sand, ausgestattete Strandbäder und wilde Orte, wohlbekannte Strände und geheime Ecken. Die Küste Apuliens ist im Übrigen 860 km lang und bietet Ihnen die Wahl zwischen langsamen, erholsamen Ferien und dynamischen Sporterlebnissen im Freien, zwischen geschützten Gebieten mit ihrer unberührten Natur und der Unterhaltung in den Sommernächten. Sei es auf den Tremiti-Inseln oder in einer der größten Städte, wo sie Urlaub machen: Das Meer wird immer ein lebendiges Element der Landschaft und der Gemeinschaft sein – so auch in Bari mit der längsten Strandpromenade Italiens. Jeder Küstenabschnitt, jede Stadt mit ihren städtischen und künstlerischen Strukturen, jedes Dorf mit seiner traditionellen Seele, jeder Hafen bilden kleine Welten, verschiedene Teile eines der vielfältigsten und beliebtesten Meeresmosaike des Mittelmeers.
Gargano und Daunia: Grün, Blau und ausgedehnte Horizonte
Der Gargano: außergewöhnlicher Balkon über einer Region, die zwischen Natur und Geschichte die Augen des Reisenden überflutet. Schon hier, im Norden Apuliens, kann man die ganze Vielfalt an Orten finden, an denen Land und Wasser auf spektakuläre Weise zusammentreffen, bis zu den äußersten Enden der Halbinsel. Die malerischen Felsen, die vom „Sporn Italiens“ ins Meer abfallen, scheinen die Türen einer epischen Landschaft zu öffnen, welche die Mythen des Südens, das Wissen und das mediterrane Gefühl geprägt hat. Von den farbenfrohen Tiefen der Tremiti und der Küste mit ihren „Trabucchi“, die sich ins Meer hinausstrecken, erscheint das intensive Grün des Waldes Foresta Umbra, der zu Fuß, mit dem Fahrrad oder zu Pferd entdeckt werden kann, und der Schmuckstücke der Natur, die im Nationalpark Gargano bewahrt werden. Und dann die Ländereien im Land der Dauni, die sich in der Landschaft des Tavoliere ausbreiten, welche bereits vom Namen her von ausgedehnten Horizonten, langer und geduldiger Arbei auf den Feldern, von Erinnerungen und Traditionen erzählt, die untrennbar mit dem Land verbunden sind.
Magna Grecia, Murge, Gravine: zwischen unglaublichen Landschaften, die kostbare Schätze verbergen
Hier haben griechische Völker und Mythen bedeutende Städte und eine blühende Zivilisation gebildet, die im Laufe der Jahrtausende in den kostbaren, verstreuten Artefakten sublimiert worden zu sein scheinen und einen außergewöhnlichen, diffusen Schatz an Erinnerung und Kultur geschaffen haben. Eine Sublimation, die auch in archaischen Traditionen, Landschaften mit Weingärten, Olivenhainen und Bauernhöfen, antiken Dörfern, in romanischen Schlössern und Kathedralen und auch in Kunsthandwerksläden wie denen der Keramik zum Ausdruck kommt. Faszinierend sind die Ländereien der Murge, die man auf den Wanderwegen des Nationalparks Alta Murgia oder zu Pferd auf dem Reitweg Ippovia dei Trulli begehen kann, wo man die Einzigartigkeit der Landschaften dieser Hochebene bewundern kann, um dann die Strände des Ionischen Meeres zu erreichen, der Hafen von Gallipoli mit seinen Fischerbooten, die Geschichten von allen Meeren der Welt zu erzählen scheinen, die bezaubernden geologischen Narben der Gravine, den größten Schluchten Europas, in denen einst die Höhlenzivilisation entstand. Und dann sind da noch die Schätze der Magna Graecia: Das Museum von Taranto hält so viele davon bereit, dass man nahezu die Essenz einer raffinierten und komplexen Kultur berühren kann, deren Schönheit hier voll zum Ausdruck kommt.
Das kaiserliche Apulien des Stupor Mundi
Kaiser Friedrich II. von Schwaben, der als „Sohn Apuliens“ gilt, hat außergewöhnliche Spuren hinterlassen, die zu den tiefsten und spannendsten der mittelalterlichen Geschichte und der italienischen Kultur zählen. Seine „universellen“ Begabungen hatten bereits seine Zeitgenossen erkannt, die ihn als Stupor Mundi bezeichneten: Ihm verdanken sie nicht nur Rechtsprechung, Wirtschaft, Studien, die auf der zwischen Ost und West gereiften Weisheit basieren, sondern auch Poesie und Literatur sowie die Künste. In der Architektur finden sich klare Ausdrucksformen der raffinierten Vision Friedrichs II.: die unzähligen Gebäude, die in Süditalien verstreut sind, die 111 Burgen in Apulien und der Basilikata, die mit seinem Erbaungs- und Renovierungswerk verbunden sind. Sein Meisterwerk, Castel del Monte in der Nähe von Andria, scheint uns immer noch aufzufordern, über die perfekte Form nachzudenken, die der Mensch Dingen und Räumen geben kann. Wer sich dem Gebäude, einem Weltkulturerbe, von der sonnigen Landschaft nähert, muss an den Mann denken, der hoch fliegen konnte, wie es ihm vielleicht seine geliebten Falken beigebracht hatten. Neben dem geheimnisvollen Steinachteck werden Sie im „kaiserlichen Apulien“ die Kunststädte, Burgen und Kathedralen, wie die von Trani, die aus dem Meer aufzusteigen scheint, beeindrucken. Auch die Natur wird Sie mit Staunen erfüllen: Besuchen Sie die alten Thermen von Margherita di Savoia und die Salinen, einen Zufluchtsort für wunderschöne rosa Flamingos, oder genießen Sie entspannende Wander- und Fahrraderlebnisse im Valle dell'Ofanto.
Salento: der Zauber eines intensiven Gebiets zwischen zwei Meeren
Das Salento ist schön, von einer Schönheit, die lange Zeit fast verborgen geblieben ist und genau aus diesem Grund alle begeistern kann. Es ist wegen seines uralten Erbes an Kultur und lokaler Identität, wegen seiner archaischen Traditionen, die zu Ausdrucksformen der Gegenwart geworden sind, intensiv, sowohl in den Landschaften im ländlichen Binnenland als auch in denen an der Küste. Charaktervolle Gebiete und Strände, Veranstaltungen von außergewöhnlicher Bedeutung: Ob es sich um die Aussicht auf die Adria von Otranto oder die ionischen Ansichten von Portoselvaggio handelt, die spektakulären Felsen und Meereshöhlen von Castro Marina und Santa Maria di Leuca, die herrlichen Bauernhöfe zwischen Olivenbäumen und Trockensteinmauern im lebendigen Licht der Landschaft, die perfekten architektonischen Verzierungen und die Innenhöfe des barocken Lecce, eine raffinierte und großzügige Küche – all dies macht das Salento zu einer Region, die wie geschaffen dafür zu sein scheint, mit ihrer „Persönlichkeit“ zu begeistern.
Ihre Reise zwischen Valle d'Itria und Murgia dei Trulli – authentisch und zeitlos
Die Murgia dei Trulli überrascht durch ihre einzigartige Schönheit. Die Trulli, die sich friedlich zwischen Feldern und uralten Olivenbäumen erheben, ihre natürliche und künstlerische Art, sich in Verbundstrukturen zusammenzufinden und ganze Dörfer zu traumhaften Orten werden zu lassen, erzählen von einer lokalen Zivilisation, die in ihren Häusern eine einzigartige, raffinierte Identität zum Ausdruck brachte. Das Geheimnis ihres Ursprungs bleibt bestehen. Vielleicht kann man etwas von ihren Formen verstehen, wenn man an eine kollektive Inspiration denkt, das Ergebnis von Erfahrung und eines besonderen Geschmacks beim Bauen und Wohnen, oder an eine Fähigkeit, eine eigene starke Identität zu besitzen, aber bereit zu sein, im Einklang mit „anderen“ Formen und Kulturen, die an den Orient erinnern, zu stehen. Das Ergebnis: eine einzigartige Architektur und Lebensweise, ein einmaliges Beispiel für die Zivilisation. Das Weiß dieser authentischen Linien, von zeitlosen Dörfern wie Locorotondo, Alberobello oder Ostuni lässt das Blau eines klaren Meeres, das bezaubernde Strände wie den an den Dünen von Torre Guaceto, wo Sie in die wilde Natur des gleichnamigen Meeresschutzgebiets eintauchen können, noch intensiver wirken.