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Das Castello di Fénis, eine Ikone des mittelalterlichen Landsitzes
So perfekt, dass wir noch heute Damen und Ritter, Bankette und Bälle vor uns sehen. Schauen Sie sich um und schließen Sie für einen Moment die Augen.
Das Schloss von Fénis, im Herzen des Aostatals, ist der Herrensitz schlechthin mit seinen zahlreichen Türmen und doppelt zinnenbewehrten Mauern, sowie das besterhaltene mittelalterliche Schloss Italiens.
Auf einem grünen Hügel gelegen und von Wiesen umgeben, ist ein Besuch des Schlosses wie der Eintritt in eine märchenhafte Welt.
In der Residenz einer illustren Familie
Wenn man in Fénis ankommt und es mit den anderen Burgen des Aostatals vergleicht, wird man sofort einen großen Unterschied feststellen. Während sich die anderen Burgen in Verteidigungsposition auf undurchdringlichen Felsen und Vorgebirgen befinden, liegt das Castello di Fénis auf einem niedrigen Hügel, umgeben von Wiesen. Denn Fénis war mehr als nur eine Wehrburg, es war der Verwaltungssitz und die herrschaftliche Residenz der Familie Challant.
Es handelt sich um einen sehr alten Ort, dessen Ursprünge mindestens auf das Jahr 1242 zurückgehen, auch wenn er ab 1340 seine höchste Blütezeit erlebte, als er in den Besitz der Familie Challant, eine der berühmtesten Europas, überging. Im Jahr 1869 wurde die Festung zum Jagdschloss des Königs Viktor Emanuel II.
Die Kraft der Kunst
Bei Ihrer Ankunft wird Sie der Anblick des Schlosses von Fénis auf einer herrlichen Lichtung verzaubern: ein Fünfeck mit runden Türmchen an jeder Ecke und einer mit Zinnen bestickten Doppelmauer, deren Errichtung von Aimone di Challant gegen Mitte des 14. Jahrhunderts veranlasst wurde. Eine Architektur, die sich durch ihre Harmonie auszeichnetund das Schloss zum Wahrzeichen des mittelalterlichen Aostatals machte.
Um das Innere zu besichtigen, durchquert man einen quadratischen Turm und begibt sich zunächst ins Erdgeschoss zwischen Waffensaal, Speisesaal und Küchen.
Im Hauptgeschoss befinden sich die Herrschafts- und Empfangsräume sowie die mit religiösen Fresken geschmückte Kapelle.
Die Entzückung steigert sich beim Anblick des riesigen Innenhofs, dem Schmuckstück am Ende des Parcours und das künstlerische Herz des Herrenhauses. Schauen Sie hinaus zu den mit Fresken geschmückten Holzbalkonen, die eine lange Geschichte erzählen: Porträts von Weisen und Propheten, Sprichwörter und Redensarten in altfranzösischer Sprache.
Über der Treppe befindet sich ein Fresko, das den Heiligen Georg darstellt, während an der Ostwand die Verkündigung und der Heilige Christophorus aus der Zeit um 1425–1430 zu sehen sind.
Es ist der Triumph der Kunst als Zeugnis der Macht in Verbindung mit einem kultivierten Lebensstil.
Was tun nach dem Besuch des Castello di Fénis? 6 Sehenswürdigkeiten, die Sie nicht verpassen sollten
Nur wenige Schritte vom Herrenhaus entfernt bietet Ihnen die Grünanlage Tzanté de Bouva Erholung.
Kinder können sich auf dem gut ausgestatteten Spielplatz vergnügen, während man in dem eigens dafür vorgesehenen Bereich picknicken kann. Im Schatten eines schönen Waldes aus Eichen, Birken und Eschen lassen sich so einige erholsame Stunden verbringen.
Tzanté de Bouva ist auch der Ausgangspunkt einer schönen Fahrradroute, die Sie ebenfalls vom Parkplatz des Friedhofs von Fénis aus erreichen können. Es handelt sich um einen 5 km langen Rundkurs auf einem breiten, ebenen Weg, der für die ganze Familie geeignet ist. Auf der gleichen Strecke kann man auch entlang des Flusses Dorea Baltea joggen oder einfach durch die Wiesen und Felder spazieren.
Für diejenigen, die schon eine gute Kondition haben, gibt es eine wunderschöne Wanderung durch das Vallone di Clavalité zum Bivacco Borroz. Die Landschaft ist sehr schön und man trifft auf Bauernhöfe, die sich in der Natur verlieren, auf die kleine Kirche Notre Dame de la Neige und weiter oben auf kleine Chalets.
Im Winter ist die Hochebene von Clavalité ideal für Schneeschuhwanderungen. Dabei ist man von Stille und einem Gürtel schneebedeckter Berge umgeben.
Ein Ausflug zu Pferd? In Saint-Vincent, weniger als 15 km von Fénis entfernt, gibt es ein Zentrum, das Ausritte in die Natur und Reitkurse organisiert.
Machen Sie einen Spaziergang durch das Dorf Fénis und bewundern Sie die Kirche San Maurizio aus dem 15. Jahrhundert und die „Caseforti“, ehemalige Adelssitze.