Alpi Biellesi: von den Pisten von Bielmonte bis zum Monte Sacro di Oropa
3 Minuten
Abfahrts- und Langlaufloipen, Schlittschuhfahren, Schneeschuhwandern, Rodeln und Bobfahren, Kiteski und Snowkiting, alles in einem nahezu einzigartigen landschaftlichen Rahmen.
Die Oasi Zegna: Wo Ermenegildo seinen Traum realisierte
Es war Ermenegildo Zegna, der 1932 das bekannte Produktionsunternehmen gründete, das auch heute noch führend in der Herstellung hochwertiger Naturstoffe ist, der diesen Naturpark durch die Pflanzung von 500.000 Bäumen an den Hängen der Berge um seine Wollspinnerei herum schaffen wollte.
Heute ist es ein 100 Quadratkilometer großes Naturschutzgebiet, das von Trivero aus über die 26 Kilometer lange Panoramastraße, die bis zum 1.550 Meter hohen Skigebiet Bielmonte hinaufführt, die Alpi Biellesi erreicht.
Auf den Pisten von Bielmonte kann man fliegen
Mit Blick auf die Poebene und sonnig gelegen, bietet das Skigebiet Bielmonte 18 Kilometer Abfahrtspisten und 20 Kilometer Langlaufloipen in einer Höhe zwischen 1200 und 1650 Metern.
Für erfahrene Skifahrer ist die schwarze Piste Dosso Grande ein Muss. Und wenn Sie wirklich fliegen wollen, können Sie auf der Seite des Colle Marchetta Kiteski oder Snowboard fahren und sich von Drachen ziehen lassen.
Für Freunde des Langlaufs gibt es eine 9 km lange Rundstrecke, die in Bocchetto Sessera beginnt und durch Buchen- und Fichtenwälder führt: Sie bietet einen atemberaubenden Blick auf das Val Sessera. Und am Ende der Tour der wohlverdiente Preis: eine Polenta Concia in der Schutzhütte.
Sie sind noch nicht müde und möchten in der Nacht weiter Ski fahren? Die Pisten sind beleuchtet!
Bielmonte mit Schneeschuhen entdecken
Bielmonte lässt sich auch mit Schneeschuhen zu Fuß erkunden, um in gemächlichem Schritt in die Landschaft des Val Sessera einzutauchen, zwischen den Alpengipfeln auf der einen und der Poebene auf der anderen Seite. An klaren Tagen kann man in der Ferne die Mole von Turin und die Kuppeln der Wallfahrtskirche Superga sehen.
Waldbaden im Val Sessera
Das Valle Sessera ist der perfekte Ort für das Waldbaden: Eintauchen in den Wald, wie bei einem entspannenden Bad.
Die schönste Wanderung führt zu den Tegge dell‘Artignaga, einer Alm mit den typischen Steinhäusern. Wenn Sie genau hinsehen, können Sie vielleicht eine Gämse oder einen einsamen Fuchs entdecken.
Die Panoramen von Bielmonte
Sie möchten die Landschaft lieber betrachten als die Pisten hinunterzusausen? Dann ist Mountain Watching genau das Richtige für Sie.
Von der Schutzhütte von Monte Marca bietet sich ein 360°-Blick vom Monviso bis zum Monte Rosa, einschließlich des Val Sessera und der Poebene.
Genießen Sie am Abend den Sonnenuntergang in den Bergen aus den großen Fenstern der Hütte bei einem Bombardino-Cocktail oder einem Glas Menabrea-Bier, das in Biella gebraut wird.
Dann essen Sie einen Teller Pizzoccheri oder eine Jause mit lokalen Wurst- und Käsesorten und warten auf das Schauspiel des Sternenhimmels, während es um Sie herum langsam Nacht wird.
Auf den Pisten von Oropa
Oropa ist zu jeder Jahreszeit schön. Im Sommer bietet es sich für Trekking, Downhill und zum Klettern an. Im Winter können Sie Freeride vom Gipfel des Monte Camino auf 2400 Metern bis auf eine Höhe von 1200 Metern abfahren, ohne dabei die Skier abzulegen.
Die Wallfahrtskirche von Oropa
Der Sacro Monte di Oropa, der 2003 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde, befindet sich auf 1159 Metern Höhe und beherbergt eine der Maria geweihte Wallfahrtskirche, deren Kuppel 80 Meter hoch ist.
Jedes Jahr besuchen 800.000 Pilger diese Kirche, aber am Abend, wenn Ruhe einkehrt, ist es ein wahrhaft magischer Ort. Kommen Sie bei Sonnenuntergang, wenn die Pilger ins Tal zurückkehren, um den Blick auf die Po-Ebene zu genießen, die von tausend Lichtern beleuchtet wird.
Der Bau der Wallfahrtskirche reicht bis ins frühe 17. Jahrhundert zurück, wobei sie im Laufe der Jahrhunderte erweitert wurde, um die wachsende Zahl von Pilgern aufzunehmen. Hier wird die Schwarze Madonna verehrt, eine Statue aus Holz, Gold und Edelsteinen aus dem 13. Jahrhundert, die in einem romanischen, mit Fresken ausgemalten Schrein aufbewahrt wird. Um das Heiligtum herum entstand die erste Kirche, die 1294 geweiht wurde, und dann die Basilika aus dem 17. Jahrhundert. Heute hat der gesamte Komplex 700.
Besichtigt werden können der Kreuzgang, die Alte Basilika, die Neue Basilika, die Schatzkammer, die Königlichen Wohnräume, der Heilige Berg, die Bibliothek und die 12 Kapellen, die dem Leben der Madonna gewidmet sind.
Auf Anfrage ist auch das Wetter- und Erdbebenobservatorium zugänglich.
Interessant zu wissen: In der nordwestlichen Ecke der Kirche ist noch ein alter Findling zu sehen, der Pietra della vita (Stein des Lebens) genannt wird und einst mit dem Fruchtbarkeitskult verbunden war. Der Legende nach hat der Heilige Eusebius hinter diesem Felsbrocken die Statue der Schwarzen Madonna versteckt, damit sie nicht in die Hände der Ketzer fällt.
Mehr erfahren: https://www.santuariodioropa.it/