Wenn man von der Via della Zecca zur Piazza Fossatello hinuntergeht, kommt man zur Via Lomellini, an der sich fast an der Kreuzung mit der Via Bensa die Kirche San Filippo Neri befindet, in der der junge Paganini zum ersten Mal auftrat. Die Kirche, die Teil eines Klosters war, ist aufgrund ihrer konkaven Fassade für Genua ungewöhnlich. Sie wurde zwischen 1674 und 1712 erbaut und ist zusammen mit dem nahe gelegenen Oratorium San Filippo Neri das wichtigste Zeugnis der spätbarocken Architektur der Stadt. Etwas weiter, in derselben Straße, befindet sich das Geburtshaus von Giuseppe Mazzini und das Museum des Risorgimento, in dem neben vielen anderen Erinnerungsstücken auch das Originalmanuskript der Hymne von Mameli aufbewahrt wird. Wir befinden uns im Herzen der Strade Nuove, in denen man die Größe und den Reichtum der Republik Genua des 16. und 17. Jahrhunderts atmen kann, das Genua der Bankiersfamilien und Reeder, die in diesem Labyrinth aus engen Gassen grandiose Paläste errichten ließen.