Das Diözesanmuseum Sabino in Poggio Mirteto: gerettete Kunst und unerwartete Geschichten
Im Herzen von Poggio Mirteto, im Inneren des alten Bischofspalastes, bewahrt das Sabiner Diözesanmuseum sakrale Kunst, die aus den verlassenen Kirchen der Region gerettet wurde. Es handelt sich dabei nicht um eine gewöhnliche Sammlung. Es ist ein lebendiger Ort, der den Glauben einer Region anhand von Werken erzählt, die sonst verloren gegangen wären, und dabei unerwartete Verbindungen zwischen der Sabina, Rom und sogar dem Fernen Osten aufdeckt.
Ein chinesischer Baldachin und die erste Architektin
Das kurioseste Stück? Ein Baldachin aus dem 18. Jahrhundert im chinesischen Stil, den Kardinal Annibale Albani für die Kathedrale von Magliano in Auftrag gegeben hatte. Ein einzigartiges Kunstwerk. Das Museum würdigt aber auch bahnbrechende Persönlichkeiten wie Plautilla Bricci, eine Malerin und die erste Architektin der Neuzeit. Hier können Sie ihr beidseitig bemaltes Prozessionsbanner bewundern.
Das Herzstück der Sammlung
Der 2024 erneuerte Ausstellungsrundgang führt durch etwa 150 Werke. Neben Gemälden und Holzskulpturen ist eine Reihe von Prozessionskreuzen aus Silber zu sehen, von denen das älteste aus dem Jahr 1306 stammt. Ein ganzer Saal ist den Meistern des sabinischen Barock gewidmet, wie Vincenzo Manenti und Girolamo Troppa, die die lokale Kunst nachhaltig geprägt haben.
Da sich Öffnungszeiten, Eintrittskarten und Besuchsbedingungen ändern können, empfehlen wir Ihnen, sich auf der offiziellen Website der Diözese Sabina zu informieren oder sich direkt an die Einrichtung zu wenden.