Der Weiler Farfa in Fara in Sabina: Werkstätten, Abtei und Märkte im Herzen der Sabina
Der Weiler Farfa ist ein Ortsteil von Fara in Sabina in der Provinz Rieti. Der Name leitet sich vom Fluss Farfa ab, der bei Ovid Farfarus hieß und von Vergil Fabaris geannt wurde. Es ist ein Dorf, das sich um seine berühmte Benediktinerabtei herum entwickelt hat, mit Kunsthandwerksläden, deren typische Holzbalken auf das Jahr 1480 zurückgehen.
Ein Dorf, das aus den Märkten hervorging
Die Werkstätten sind keine Kulisse. Die Mönche bauten sie und vermieteten sie während der Frühlings- und Herbstmärkte, die seit dem 15. Jahrhundert Händler aus ganz Italien anzogen. Die Straßen erhielten ihren Namen nach den Waren, die dort verkauft wurden, oder nach der Herkunft der Händler. Daneben entstanden Gasthäuser und Osterien.
Die Basilika
Das Herzstück des Dorfes ist die der Jungfrau Maria geweihte Basilika mit einem Portal aus dem 14. Jahrhundert, das von einer Lünette gekrönt wird. Diese ist mit einer Freske der Madonna mit Kind aus dem Jahr 1508 verziert. Im Inneren befinden sich in drei Renaissance-Kirchenschiffen das Jüngste Gericht von Henrik van der Broek, das er 1561 in Öl direkt an die Wand malte. Sehenswert sind auch die Grotesken der Schule der Zuccari (1576) und die vergoldete Kassettendecke mit dem Wappen der Familie Orsini.
Eine Heilige Pforte in der Sabina
Eines der Eingangsportale zur Basilika Santa Maria in Farfa wurde im Jubiläumsjahr 2000 zur Heiligen Pforte geweiht. Im Jahr 2015 wurde das Portal anlässlich des von Papst Franziskus ausgerufenen Außerordentlichen Jubiläums der Barmherzigkeit erneut geöffnet. Der Komplex ist seit 1928 ein Nationaldenkmal und eine Etappe des Franziskuswegs.