Gedenkmuseum des 2. Polnischen Armeekorps in Montecassino: eine wenig bekannte Geschichte
Das Gedenkmuseum des 2. Polnischen Armeekorps liegt nur wenige Schritte von der Abtei von Montecassino entfernt am Eingang des polnischen Militärfriedhofs von Cassino. Es erzählt eine Geschichte, die den meisten Besuchern unbekannt ist: wie über 50.000 polnische Soldaten, die in die sibirischen Gulags deportiert worden waren, hierher kamen, um für die Befreiung Italiens zu kämpfen.
Von Sibirien nach Montecassino
Im Jahr 1939 wurde Polen von Deutschland und der Sowjetunion überfallen. Über eineinhalb Millionen Polen landeten in sibirischen Gefangenenlagern. General Władysław Anders – der selbst 20 Monate lang im Lubyanka-Gefängnis in Moskau inhaftiert war – stellte nach seiner Befreiung im Jahr 1941 eine Armee im Irak wieder auf. Diese Soldaten durchquerten den Nahen Osten und kamen als Teil der 8. Britischen Armee nach Italien.
Was es im Inneren zu sehen gibt
Der Pavillon ist ein Rundbau aus lokalem Stein, der vom Architekten Pietro Rogacien entworfen wurde – dem Sohn eines ehemaligen Soldaten des 2. Armeekorps, der an der Schlacht von Montecassino teilgenommen hatte. Darin zeigen 10 Tafeln mit über 120 Archivfotos die Etappen des 2. Armeekorps: Deportation, Ausbildung, Schlachten und Exil in der Nachkriegszeit. Ein zwei Meter großes Medaillon aus Gusseisen zeigt den gesamten Kriegsverlauf. An einer den Kindern gewidmeten Station wird die Geschichte des Bären Wojtek erzählt, der als Maskottchen der Armee diente.
Wie man das Museum besucht
Das Museum liegt an der Straße zur Abtei. Es wurde am 17. Mai 2014 eröffnet und wird von der MM2C-Stiftung verwaltet.