Übersicht
Einst wurde sie zu Ehren von San Felice Terra Sancti Felicis genannt. Die heutige Stadt San Fili in der Provinz Cosenza ist ein altes Dorf, das zwischen dem Heiligen und dem Profanen schwebt: Es ist als „Paese delle Magare“ bekannt und auch ein Ziel für Pilger, die die „Via dell’Eremita“ entlang wandern: auf den Spuren des Heiligen Franziskus von Paola. Wer sind die Magàre? Frauen, die als Hexen und Zauberinnen in die Geschichte eingegangen sind und in der Lage waren, den bösen Blick (Sfàscino) zu entfernen und Liebestränke zuzubereiten. Diesen legendären Frauenfiguren ist jedes Jahr die Veranstaltung „Notte delle Magare“ gewidmet, bei der Frauenmasken, Musikaufführungen und Verkostungen stattfinden. Das historische Zentrum von San Fili erstreckt sich um die Mutterkirche der Santissima Annunziata, in der sich ein geschnitzter Holzchor und mehrere Werke aus dem 18. Jahrhundert befinden. Das Wahrzeichen des Gebäudes ist der seitliche Glockenturm mit der großen Uhr aus dem 19. Jahrhundert, die von den Gebrüdern Blasi entworfen wurde. Weitere Kirchen, die einen Besuch wert sind, sind die Chiesa dell’Immacolata, die Chiesa del Ritiro mit Werken von Gagini und Santa Lucia. Neben dem Charme der Altstadt und ihren mythologischen Figuren, zu denen auch die „Fantastica“ (eine Art Hexe) gehört, ist San Fili ein heiliger Ort für die Gläubigen des Heiligen Franziskus von Paola, die ihn über einen der drei Wege erreichen, die dem Schutzpatron von Kalabrien gewidmet sind: die „Via dell’Eremita“, die über die Brücke Ponte delle Fiumicelle nach San Fili führt und die Pilger zur Statue von Franziskus führt.