Übersicht
Um 1534 von albanischen Flüchtlingen gegründet, die vor den türkischen Invasionen des 15. Jahrhunderts flohen, ist San Paolo Albanese die kleinste Gemeinde der Basilikata. Das im Tal des Flusses Sarmento gelegene, von üppiger Vegetation umgebene Dorf ist nach dem Modell der „gjitonia“ (aus dem Griechischen für „Nachbarschaft“) angelegt, bei dem Häusergruppen nebeneinander auf kleinen Plätzen stehen, die als private Außenbereiche („shesh“) gestaltet sind.
Auch hier hat sich die italienisch-albanische Gemeinschaft die Sprache, den byzantinischen Ritus und die sehr charakteristischen Bräuche und Rituale mit stark symbolischem Charakter bewahrt.
Bei einem Spaziergang durch die Straßen des Dorfes, umgeben von schönen Gebäuden aus dem 18. Jahrhundert, alten Mühlen und dem Brennofen, lassen sich noch immer Handwerker finden, die Stein, Holz, Weiden oder duftenden Ginster verarbeiten und Puppen in albanischer Tracht herstellen.
Von San Paolo Albanese aus führen auch zahlreiche Wege durch dichte Wälder zu den höchsten und unzugänglichsten Felskämmen des Pollino-Massivs, wo die Schlangenhautkiefer, eine seltene Baumart und das Symbol des Parks, beheimatet ist.
85030 San Paolo Albanese PZ, Italia