Übersicht
Die prestigeträchtige Residenz wurde von Margherita di Savoia, der ersten Königin Italiens, in Auftrag gegeben und zwischen 1914 und 1916 von dem Mailänder Architekten Luigi Broggi erbaut. Eine zweijährige Restaurierung, die dank der Bemühungen der Stiftung „Fondazione Famiglia Terruzzi-Villa Regina Margherita“ durchgeführt wurde, hat die Villa seit Juni 2011 in ein kulturelles Spitzenzentrum verwandelt. Die Villa befindet sich in einer Küstengegend oberhalb der Via Romana und beherbergt derzeit einen ausgewählten Kern der Terruzzi-Sammlung, eine der größten und renommiertesten in Europa, die dank der Leidenschaft des Mailänder Millionärs Guido Angelo zusammengetragen wurde. Der in großzügigen Räumen angelegte Ausstellungspfad zeichnet sich durch Stuck und neobarocke lombardische Dekorationen aus, in denen wertvolle Einrichtungsgegenstände untergebracht sind, um die verführerische Atmosphäre eines zeitgenössischen Ortes zu schaffen. Darüber hinaus beherbergt die Villa mehr als 1.000 Exponate, darunter Goldgrundtafeln aus dem 14. und 15. Jahrhundert von bekannten toskanischen und venezianischen Künstlern, Gemälde aus dem italienischen 17. und 18. Jahrhundert mit Schwerpunkt auf der ligurischen, emilianischen und neapolitanischen Schule sowie Werke französischer, flämischer und niederländischer Künstler. Die ligurische Kunst ist mit Gemälden von Gioacchino Assereto, Bernardo Strozzi und einer Gemäldesammlung von Alessandro Magnasco vertreten, während italienische und ausländische Landschaften und Stillleben aus dem 16. bis 19. Jahrhundert ebenfalls von großem Interesse sind. Das berühmte Minghetti-Service, das 1888 für den Herzog von Montpensier, den Sohn von Louis-Philippe d'Orleans, angefertigt wurde, sticht unter den zahlreichen kostbaren Einrichtungsgegenständen (darunter Möbel, orientalisches Porzellan, Bronzen, Silber und Keramiken) hervor.