Übersicht
Im östlichsten Teil der Sabina in der Provinz Rieti und mit Blick auf das Turano-Tal gelegen, sticht Rocca Sinibalda aus der Ferne mit seiner Burg hervor. Sie geht auf das Jahr 1085 zurück, als Sinibaldo Sinibaldi, Feudalherr des Ortes, die Burg errichten ließ, nach der das Dorf benannt ist. Vom Architekten Baldassarre Peruzzi als Festung umgebaut, wurde sie mit Fresken verziert, die den spartanischen Stil mildern; im Jahr 1928 wurde sie als Nationaldenkmal eingestuft und ging in den Fünfzigerjahren in den Besitz der amerikanischen Schriftstellerin Caresse Crosby über, die sie als Treffpunkt für Künstler nutzte. Das gesamte Herrenhaus wurde restauriert und im April 2014 wiedereröffnet. In seiner Nähe erstreckt sich das Riserva Naturale Regionale dei Monti Navegna e Cervia (Regionales Naturschutzgebiet der Berge Navegna und Cervia), ein Schutzgebiet von etwa 3.600 Hektar, das sich durch Apenninlandschaften mit Buchen- und Eichenwäldern, jahrhundertealten Kastanienwäldern, Hochlandwiesen und tiefen Flussschluchten zwischen den Kalksteinreliefs des Monte Navegna und des Monte Cervia am Fuße der künstlichen Seen Lago del Salto und Lago del Turano auszeichnet. Die Kombination aus unberührter Natur, Panoramablick und Wanderwegen, die es auszeichnet, macht das Reservat zu einem idealen Ort für alle, die Trekking, Vogelbeobachtung und tiefen Kontakt mit der Natur lieben.
In der Nähe von Vallecupola (einem kleinen Dorf in der Provinz Rieti und Teil der Gemeinde Rocca Sinibalda, in der Nähe von Varco Sabino und dem Lago del Salto), einem unberührten Ort, der sowohl von den Einheimischen als auch von Wanderern besucht wird, befindet sich die Wallfahrtskirche der Madonna di Pagaret, ein Ort der Reflexion und Meditation, der die Einweihung eines echten, eigenen Wanderwegs ermöglicht hat. Die kleine Bergkirche auf 1.805 Metern Höhe zeichnet sich durch einen Glockenturm mit zwei kleinen Glocken aus, die über eine einfache Kette bedient werden können. Die schlichte und elegante Fassade weist drei kleine „Augen“ auf, die um das Portal angeordnet sind. Auf dem Architrav ist das Datum 1679 eingraviert, ein Zeugnis seiner Ursprünge aus dem 17. Jahrhundert. Hinter dem Altar befindet sich ein fein gearbeitetes Marienbild, das den Mittelpunkt der lokalen Verehrung darstellt.
02026 Rocca Sinibalda RI, Italien