Raino in Itri: Der Weiler der Olivenbäume an den Hängen des Monte Civita
Raino ist ein hügeliger Weiler und Ortsteil von Itri im Süden der Pontinischen Ebene, der an der Südseite des Monte Fusco – auch Monte Civita genannt – auf einer Höhe von 300 bis 600 Metern ü. d. M. liegt. Von hier aus beginnt der Weg CAI 949, der zur Wallfahrtskirche Madonna della Civita führt – eine historische Strecke, die jedes Jahr Tausende von Pilgern zurücklegen. Terrassenförmig angelegte Olivenhaine, Trockenmauern, Macchia: Die Gegend ist von der landwirtschaftlichen Praxis der Aurunker geprägt, die seit Jahrhunderten unverändert geblieben ist.
Landschaft der Olivenbäume
Vor allem die Itrana-Olive wird hier angebaut. Es handelt sich um eine Olivensorte, die doppelt genutzt werden kann: Sie liefert Tafeloliven – die berühmten Gaeta-Oliven, die seit der Antike exportiert werden – und ein natives Olivenöl extra mit einer würzigen Kräuternote. In Raino produzieren einige Bauernhöfe seit Generationen biologisches Olivenöl. Die Bäume sind mehrere Jahrhunderte alt: knorrige Gewächse, die sich an die Felsvorsprünge oberhalb des Golfes von Gaeta klammern.
Der Pilgerweg
Am Ausgangspunkt in Raino – mit Votivkapellen, einer Statue von Padre Pio und einem Kreuz auf einem Felsbrocken – beginnt der Aufstieg. Dreieinhalb Kilometer, 370 Meter Höhenunterschied, eineinhalb Stunden Wanderung zwischen duftenden Sträuchern, vorbei an den Stationen des Kreuzwegs und auf dem letzten Abschnitt durch einen Steineichenwald. Oben auf dem Gipfel bietet die Terrasse der Wallfahrtskirche einen Rundumblick: auf den Circeo, die Ebene von Fondi und den Monte Ruazzo. Die Pilgerfahrt an den sieben Samstagen vor dem 21. Juli beginnt genau hier, jeden Morgen bei Sonnenaufgang.