Die Kirche Santi Cosma e Damiano in Gaeta: Tausend Jahre Seemannsfrömmigkeit
Im Fischerdorf Gaeta ist die Kirche Santi Cosma e Damiano eines der ältesten Gotteshäuser der Stadt. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 997, als Bischof Bernardo, der Sohn des Herzogs von Gaeta, den Presbyter Pietro und den Kanoniker Benedetto mit dem Wiederaufbau des Gebäudes beauftragte, das um 844 von den Sarazenen zerstört worden war. Die beiden heiligen Ärzte, die als Wundertäter und Schutzpatrone der Fischer verehrt werden, stehen noch heute im Mittelpunkt einer sehr starken Volksfrömmigkeit.
Vom mittelalterlichen Bauwerk bis zu den Bombenangriffen
Die Kirche wurde im 16. Jahrhundert umgebaut und erhielt im 18. Jahrhundert ihr spätbarockes Aussehen, als das monumentale Steinportal aus dem Jahr 1749 hinzugefügt wurde. Während des Zweiten Weltkriegs wurde sie schwer beschädigt: Beim Wiederaufbau in den 1950er-Jahren wurde ihre Größe von drei auf zwei Joche reduziert. Die Marmoraltäre aus dem 17. Jahrhundert wurden in die nahegelegene Kirche Santa Maria di Porto Salvo gebracht, in der sich heute die Pfarrei befindet.
Sehenswertes
Der Innenraum ist karg, weist jedoch ein wertvolles Taufbecken aus Stein aus dem Jahr 1591 auf, das von Bischof Lassosedegno in Auftrag gegeben wurde. Außen an der rechten Seite befindet sich ein kleiner Glockenturm aus dem 19. Jahrhundert. Im Jahr 2014 wurde die Kirche zur Wallfahrtskirche der Diözese erhoben.
Das Fest der Heiligen Ärzte
Jedes Jahr am 26. September feiert die Gemeinde von Gaeta die Heiligen Cosma und Damian mit Prozessionen und Ritualen, an denen auch ausgewanderte Gemeindemitglieder teilnehmen. Die Tradition der Palmen der Heiligen, mit denen Sterbende gesegnet werden, ist noch immer lebendig.