Palazzo Salustri-Galli in Castelnuovo di Farfa: Fresken aus dem achtzehnten Jahrhundert und italienische Gärten in Sabina
Allein der Palazzo Salustri-Galli nimmt ein Viertel der historischen Altstadt von Castelnuovo di Farfa in der Provinz Rieti ein. Er liegt an der Nordseite des Dorfes und markiert die Grenze zwischen dem Dorf und der Landschaft: Olivenhaine, so weit das Auge reicht, das Tal des Wildbachs Farfa und im Hintergrund die Sabiner Berge.
Von den Markgrafen Simonetti bis zu den Salustri-Galli
Die Geschichte muss vertieft werden, denn die lokalen Quellen vereinfachen sie häufig. Der Palast wurde als Residenz der Markgrafen Simonetti errichtet, die über Jahrhunderte hinweg die Ländereien der Abtei von Farfa verwalteten. Sie waren es, die um die Mitte des 18. Jahrhunderts mehrere Gebäude, von denen einige aus dem 16. Jahrhundert stammten, zu einem einzigen Herrenhaus zusammenfassten. Angelo Galli erwarb den Palast in der Mitte des 19. Jahrhunderts, daher der doppelte Familienname.
Die Fresken und die „Capricci“ über den Türen
Die bedeutendsten künstlerischen Arbeiten stammen aus dem achtzehnten Jahrhundert: Die Fresken in den Sälen zeigen Ansichten der Familienpaläste, Porträts von Aristokraten, Kutschen, aber auch ganz natürlich dargestellte einfache Bürger und Passanten. Über den Türen sind die „Capricci“ zu sehen, Kompositionen aus erfundenen Architekturen und Landschaften, ein für das 18. Jahrhundert typisches Genre. Der Außenbereich verfügt über einen noch intakten italienischen Garten.