Das Mausoleum des Lucius Canuleius in Bolsena: Grabkunst entlang der antiken Via Cassia
Genau an der Stelle, an der die antike Konsularstraße verlief, befindet sich in Bolsena das Mausoleum des Lucius Canuleius. Es ist ein wichtiger Ort, um den Reichtum dieser Gegend zur Römerzeit zu verstehen. Wer die Straße entlangging, konnte es deutlich sehen: Das ursprüngliche Bauwerk gliederte sich in drei Teile: einen massiven Sockel, einen zentralen Tambour und einen darüber liegenden Erdhügel.
Geometrien aus Peperino und Beton
Die Baumeister formten zwei Terrassen aus Beton und verstärkten diese mit Blöcken aus Peperino, einem für die Region typischen dunklen Vulkangestein. Ein technisches Detail, das für Stabilität sorgt. Im Inneren des Hügels verbirgt sich ein Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes mit vier Blindnischen. Eine Kuppel, die einst den Grundriss überragte, ist heute verloren gegangen.
Die Geheimnisse der unterirdischen Kammer
Blickt man auf den Boden, so erkennt man noch den Cocciopesto. Dabei handelt es sich um den ursprünglichen Bodenbelag, eine Mischung aus festgestampften Keramikscherben und Mörtel. Die Stuckverzierungen an den Wänden sind hingegen fast vollständig verschwunden. In der Nähe der zentralen Nische öffnet sich ein unauffälliger Durchgang. Dieser führt direkt in die unterirdische Kammer, die auch von der ersten Außenterrasse aus zugänglich ist.
Das Denkmal befindet sich in der Nähe des alten Verlaufs der Via Cassia. Es wird empfohlen, sich bei der Touristeninformation in Bolsena oder im Regionalmuseum über den Zutritt zu erkundigen.