Die Kirche und das Kloster San Nicola in Belmonte in Sabina: Acht Jahrhunderte zwischen Mönchen und Fresken
Die Kirche und das Kloster San Nicola liegen auf einem mit Pappeln und Nadelbäumen bewachsenen Hügel etwas außerhalb von Belmonte in Sabina in der Provinz Rieti. Der von Veränderungen verschonte Komplex ist seit 1153 urkundlich belegt und zählt zu den ältesten Franziskanersiedlungen in der Sabina. Man gelangt über einen von Bäumen gesäumten, ansteigenden Weg dorthin – allein die Umgebung ist den Spaziergang wert.
Die Mönche und die öffentliche Versteigerung
Im 13. Jahrhundert ließen sich die Minderbrüder im Kloster nieder. Im Jahr 1573 erfolgte die Erweiterung um den Kreuzgang und die Minoriten kehrten zurück. Dann führte die Aufhebung des Klosters um 1860 zur Schließung des gesamten Komplexes. Die Gemeinde versuchte, ihn in eine Schule umzuwandeln, doch die Kosten waren zu hoch. 1872 wurde das Kloster schließlich versteigert.
Im Inneren der Kirche
Das einschiffige Kirchenschiff der Kirche verfügt über ein Fachwerkdach sowie vier Seitenkapellen. An der rechten Wand befindet sich eine Freske, die die Jungfrau Maria mit dem Jesuskind zeigt. Sie wird von den Heiligen Johannes, Nikolaus und Franziskus flankiert. Auf der linken Seite befindet sich ein Bild der Kreuzigung mit denselben Heiligen. Außerdem gibt es eine Holzstatue des heiligen Franziskus aus dem 17. Jahrhundert, ein Weihwasserbecken aus Terrakotta und eine Bronzeglocke mit einem Holzständer.
Das Kloster heute
Nach jahrzehntelangem Verfall hat das CCA (Centro di Conservazione Archeologica) das Gebäude restauriert und seinen Sitz dorthin verlegt. Die ehemaligen Mönchszellen werden heute als Werkstätten für die Restaurierung und als Gästeunterkünfte genutzt. Der Komplex liegt etwa 70 Kilometer von Rom entfernt.