Die Pyramide von Bagnoregio: eine Gedenkstätte für die im Jahr 1867 gefallenen Garibaldiner
Im Parco della Rimembranza von Bagnoregio an der Straße, die nach Civita führt, befindet sich eine Steinpyramide, in der die Überreste von dreizehn Freiwilligen ruhen. Das Mahnmal ist den Gefallenen der Schlacht vom 5. Oktober 1867 gewidmet und deshalb auch als Garibaldi-Gedenkstätte bekannt.
Die Schlacht vor den Toren Roms
Im Herbst 1867 versuchte Giuseppe Garibaldi, die Stadt Rom zu erobern. Bagnoregio war ein strategisch wichtiger Vorposten und nur 18 Kilometer von Orvieto entfernt, das bereits zu Italien gehörte. Die Kämpfe zwischen den Rothemden und den päpstlichen Truppen fanden hauptsächlich im Gebiet zwischen Poggio Scio und San Francesco Vecchio statt. Die Armee des Papstes gewann. Drei Wochen später kam es in Mentana zur endgültigen Niederlage.
Ein lang erwartetes Denkmal
Der Grundstein wurde bereits 1878 vom Verein der Veteranen der Vaterländischen Schlachten von Viterbo gelegt, die Bauarbeiten zogen sich jedoch über mehr als ein Jahrzehnt hin. Schließlich wurde das Bauwerk am 18. Oktober 1891 in Anwesenheit von General Menotti Garibaldi und den noch lebenden Kriegsveteranen eingeweiht. Eine Gedenktafel trägt die Namen der dreizehn Gefallenen.
Touristen, die nach Civita unterwegs sind, kennen das Denkmal selbst kaum – und das, obwohl es in nur wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen ist. Der Park ist ruhig und schattig gelegen und bietet einen schönen Ausblick auf das Tal. Er ist ein guter Ort für eine kurze Pause, bevor man die Brücke überquert.