Der Cicero-Turm in Arpino: Das Mittelalter bewacht die gigantischen Stadtmauern
Der Cicero-Turm thront über der Akropolis von Arpino in der Provinz Frosinone im Herzen der Region Latium. Er wurde zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert erbaut und ist der höchste und älteste Punkt der Stadt. Benannt wurde er nach Marcus Tullius Cicero, der im Jahr 106 v. Chr. hier geboren wurde.
Mit einer Höhe von 30 Metern ist er eines der am besten erhaltenen mittelalterlichen Wahrzeichen der Region und ein Orientierungspunkt für alle, die diese Hügel erkunden.
Ein Turm, der auf uralten Steinen errichtet wurde
Seine zyklopischen Mauern stammen aus dem 7. bis 6. Jahrhundert v. Chr. und wurden aus riesigen Steinblöcken trocken gemauert. Der Spitzbogen des mittelalterlichen Tors ruht direkt auf diesen Megalithen. Der Turm wurde im Mittelalter als militärische Wachanlage genutzt. Ein deutlicher architektonischer Kontrast: das Mittelalter oben und die vorrömische Zeit unten.
Was heute noch erhalten ist
Der Cicero-Turm ist vom Dorf aus in etwa 15 Minuten zu Fuß zu erreichen. Das Bauwerk hat den alten Bogeneingang und die ursprünglichen Schießscharten bewahrt. Er hat einen viereckigen Grundriss mit einer Seitenlänge von etwa 16 Metern und ist im Inneren in zwei Stockwerke unterteilt.
Man spaziert auf einem wenige Meter breiten Abschnitt der Festungsmauer entlang und hat freien Blick auf das Liri-Tal. Die atemberaubende Aussicht erklärt, warum dies ein strategisch wichtiger Ort war: An klaren Tagen kann man die Umrisse des Apennins erkennen.