Übersicht
In der Burg von Rivalta, einem kostbaren, gut erhaltenen Gebäude, befindet sich ein faszinierendes Museum, das eine Sammlung alter und moderner Waffen enthält. Von Bedeutung sind die drei Flaggen mit den Wappen der Scotti di Sarmato, die anlässlich der berühmten Schlacht von Lepanto im Jahr 1571 wehten, als die Europäer die Sarazenen besiegten. Andere kuriose und exotische anthropologische Zeugnisse wurden Ende des letzten Jahrhunderts vom Entdecker Ermanno Stradelli in Mato Grosso im Amazonasgebiet gesammelt.
Die Burg beherbergt auch eine Reihe interessanter Räume, darunter der Ehrensaal mit einem majestätischen Kamin und vollständigen Rüstungen, das grüne Zimmer, das Falkenzimmer, das Esszimmer, die Galerie und das reich mit Fresken bemalte Spielzimmer, die große Küche mit Originalausstattung, die Untergeschosse, die einst als Stallungen dienten, und die Verliese. Die mittelalterliche Festung mit ihrem imposanten quadratischen Bergfried dominiert das weite Trebbia-Tal.
In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts verwandelten die Landi die Burg in eine prächtige Residenz. Das Gebäude steht im Mittelpunkt des eleganten Arkadenhofs, der von dem Architekten Antonio da Lugano und dem Meister Antonio da Pavia mit Terrakottafriesen, Kapitellen und Medaillons verziert wurde. Die Giebelfassade und die Treppe, die zum Erdgeschoss führt, weisen bauliche Eingriffe aus dem 18. Jahrhundert auf.
Im Inneren besteht das Museum aus großen Räumen, die mit Möbeln aus dem 16. bis 19. Jahrhundert, Gemälden aus dem 17. Jahrhundert und Fresken ausgestattet sind. Im Waffensaal werden neben Gegenständen aus der Schlacht von Lepanto Schwerter, Säbel, Gewehre und Uniformen aus dem 19. Jahrhundert aufbewahrt. Auch der Bestand an Amuletten, Ornamenten und Waffen aus Mato Grosso sollte nicht übersehen werden.