Radeln in der Lombardei zwischen Kunststädten und historischen Dörfern
3 Minuten
Wanderweg Valtellina und Radweg Valchiavenna
Zwei Radwege, die zusammen insgesamt 150 Kilometer durch die Provinz Sondrio führen, enthüllen die unzähligen landschaftlichen, künstlerischen und gastronomischen Reichtümer des Veltlins. Zu den charakteristischsten Orten, in denen es leicht fällt, Köstlichkeiten wie Pizzoccheri, Bresaola, Käse und lokalen Weinen zu erliegen, gehören Bormio, Colico, Chiavenna und Morbegno. Einen Abstecher wert ist der Palazzo Vertemate Franchi aus dem 16. Jahrhundert in Piuro. Der Sentiero Valtellina überschneidet sich teilweise mit der Via dei Terrazzamenti, einer Route durch Weinberge und Hügel, die bis nach Tirano an der Schweizer Grenze führt, wo die malerische Rote Bernina-Bahn, ein Unesco-Weltkulturerbe, abfährt.
Vom Tessin zum Oglio
Eine 280 km lange Route im Nordosten der Lombardei, auf der man langsam entlang der bekanntesten Wasserstraßen und Landwirtschafts- und Naturparks radelt, um das Gebiet der drei Hauptstädte Monza, Bergamo und Brescia zu entdecken. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören die Königliche Villa von Monza mit ihrem riesigen Park, die venezianischen Mauern von Bergamo, die Oberstadt und Unterstadt trennen, die römischen und langobardischen Denkmäler von Brescia, die ebenfalls zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, der Canale Villoresi aus dem 19. Jahrhundert, ein beeindruckendes Werk der Wasserbaukunst, und das Schutzgebiet des Parco delle Groane. Eine Route, die sich für alle eignet und auf der es sich lohnt, einen Zwischenstopp einzulegen, um die Polenta und den Gorgonzola DOP, die für diese Region typisch sind, zu probieren.
Das Gebiet rund um Pavia, zwischen Oltrepò und Lomellina
Pavia, die antike Hauptstadt des Langobardenreiches, ist der Ausgangspunkt für eine Reihe von Routen in diesem Gebiet, die Sie jedoch erst nach einem Besuch in der schönen Stadt mit ihrer berühmten Visconti-Kartause im Renaissance-Stil bestreiten sollten. Rundherum befinden sich die Weinberge des Oltrepò und die Reisfelder der Lomellina, kulinarische und territoriale Exzellenzen, die es zu probieren gilt, sowie die Salami von Varzi und die Gänse-Salami von Mortara, wo jedes Jahr im September das traditionelle Gänsespiel zum Leben erweckt wird. Absolut einen Besuch wert sind Vigevano mit dem prächtigen Renaissance-Salon der Piazza Ducale und dem Bramante-Turm, das Castello di Belgioioso und die Eisenbrücke von Becca, an der Stelle, wo der Po und der Tessin zusammenfließen. Danach geht es zwischen den Kunststädten der Po-Ebene weiter bis nach Lodi.
Von Cremona nach Mantua entlang des Po
Eine hundert Kilometer lange Radtour von Cremona nach Mantua durch Casalmaggiore, entlang des Flusses Po in der ruhigen ländlichen Gegend, die noch immer von antiken Gutshöfen, Mühlen und landwirtschaftlichen Traditionen geprägt ist. Absolut sehenswert sind auch die beiden Kunststädte, die mit Reiseziel und Reisebeginn übereinstimmen und voller architektonischer Schätze und kultureller Zeugnisse stecken. Mantua gehört ebenso wie das nahe gelegene Sabbioneta, das zu den schönsten Dörfern Italiens zählt und ein wichtiges Zentrum der Renaissance zur Zeit der Gonzaga ist, zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Die Ville di Delizia in der Brianza
In der Brianza finden sich zahlreiche „Ville di Delizia“, prächtige Landsitze alter Adelsfamilien, die sich heute der Erholung und der Ruhe verschrieben haben. Sie können Sie auf einer ganz besonderen Radtour entdecken: Die Strecke beginnt in Villasanta am Stadtrand von Monza, wo sich die prächtige Villa Reale befindet, und endet in Cesano Maderno, inmitten der Wälder und Sümpfe des Parco delle Groane. Unterwegs durchqueren Sie den grünen Parco Lambro und Orte wie Agrate, Vimercate, Arcore und Desio. Die etwa 40 km lange Strecke, die abwechselnd auf asphaltierten und unbefestigten Straßen verläuft, ist flach und für alle geeignet.