Portico dello Scacco auf dem Monte San Biagio: Ein gotischer Bogen aus dem pontinischen 15. Jahrhundert
Auf dem Hauptplatz der Altstadt von Monte San Biagio, nur wenige Schritte von der Kirche San Giovanni Battista entfernt, befindet sich der Portico dello Scacco: ein überdachter Durchgang im gotisch-spitzbogigen Stil, der auf das 15. Jahrhundert datiert werden kann. Der Name wird traditionell mit dem Maler Cristoforo Scacco in Verbindung gebracht, der aus Verona stammte, aber im südlichen Latium tätig war, sowie mit dem Bischof von Fondi, Giacomo Pellegrino, der der Überlieferung nach in den oberen Stockwerken wohnte und 1537 hier starb.
Architektonische Struktur
Der Bogen ist an den kurzen Seiten spitz und an der Fassade rund, mit kragenden Fensteröffnungen, die in unterschiedlichen Höhen angebracht sind. Ein langer, auf den Hauptbogen ausgerichteter Gang führte ursprünglich über eine Treppe bis in die bischöflichen Gemächer. Auf der Rückseite der Residenz, wo sich einst ein zweibogiges Fenster befand, das inzwischen entfernt wurde, sind die Initialen des Bischofs in den Stein gemeißelt und in roter Farbe ausgemalt.
Das Gebäude gegenüber
Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich die Sommerresidenz der Bischöfe von Fondi und später von Gaeta: drei Stockwerke mit Fenstern und Balkonen, die von Stuckarbeiten, Giebeln und vorstehenden Lünetten eingerahmt werden. Auf der Südseite bietet eine kleine Terrasse einen Blick auf das Meer und die Pontinischen Inseln. Im Erdgeschoss ist die ursprüngliche Dekoration nicht erhalten, während in den oberen Etagen noch Elemente aus der Spätrenaissance zu erkennen sind.