Das Mausoleum des Frontinus auf dem Monte San Biagio: Die beiden Zwillingsgräber an der Via Appia
Entlang der Via Appia stößt man im Gebiet von Monte San Biagio auf ein imposantes römisches Grabmal. Es handelt sich nicht um das Grab des Kaisers Galba, wie lange Zeit angenommen wurde, sondern um das Mausoleum des Frontinus. Die Zuordnung ist dank der Entdeckung eines Wasserrohrs mit seinem Namen gesichert, ein klarer Hinweis, da er der maßgebliche Verwalter der Aquädukte Roms war.
Ein steinerner Riese
Der Hauptteil des Mausoleums ist ein massiver Würfel, der aus riesigen Steinblöcken errichtet wurde. Auf der Nordseite befindet sich der Eingang, der von absichtlich grob behauenen Steinen eingerahmt wird, eine Technik, die als Bossenwerk bezeichnet wird. Das Bauwerk ist beeindruckend. Und dabei war dies nur die Basis des ursprünglichen Denkmals.
Der kleinere Zwilling und die Legende
Nicht weit entfernt, jenseits der Eisenbahnlinie, befindet sich das Mausoleum der Marchesella, sein kleinerer Zwilling. Es ist kleiner und heute ohne Dach, aber die Einheimischen erzählen dazu eine faszinierende Geschichte. Es heißt, ein unterirdischer Tunnel verbinde die beiden Gräber. Ein geheimer Gang, den noch niemand bis zum Ende gegangen ist.
Die Mausoleen befinden sich in der Gemeinde Monte San Biagio (LT) an der Strada Statale 7 Appia (bei km 110,500), kurz vor der Grenze zu Itri. Die Denkmäler sind, da sie sich im Freien befinden, frei zugänglich. Aufgrund der Nähe zur Straße ist Vorsicht geboten.