Übersicht
Heute ein einfaches Vorstadtviertel Roms, entstand La Storta während des Römischen Reiches als Poststation für den Pferdewechsel und für die Erholung der Reisenden und Briefträger.
Sie befand sich an einem strategischen Punkt, an dem verschiedene Straßen, die Rom mit dem Norden verbanden, zusammentrafen, und wurde um das Jahr 1000 auch von Sigerich dem Ernsten in seinem Bericht über seine Pilgerreise nach Rom entlang des Frankenwegs erwähnt. Sigerich der Ernste bezeugt uns die Existenz einer echten Siedlung, die um die Pferdepoststation auf der neunten Meile der Via Cassia-Clodia entstanden ist.
Das Gebiet war im Mittelalter von Feudalkriegen betroffen und ein immer größeres Banditentum brachte ihm den Beinamen „Malpasso“ ein. Später, vielleicht weil hier die Via Cassia eine andere Richtung einschlug und sich teilte, nahm die Siedlung den Beinamen „La Storta“ an.
Mit dem Ende des 19. Jahrhunderts und der Schließung der Poststation schwächte sich das Banditentum ab. Die Stadt lebte ihr Leben als einfache, noch weitgehend landwirtschaftliche Peripherie der Stadt Rom.
00123 La Storta RM, Italia