Stiftskirche Santa Maria Maggiore in Itri: Die geschlossene Kirche, die jahrhundertealte Fresken beherbergt
Die Stiftskirche Santa Maria Maggiore liegt im Herzen des mittelalterlichen Dorfes Itri in der Provinz Latina, an den Ausläufern der Aurunker Berge in Latium. Sie ist eine der ältesten Kirchen der Stadt – und eine der schicksalsträchtigsten. Sie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wegen der schweren Schäden durch die Bombenangriffe für die Öffentlichkeit geschlossen, doch in ihrem Inneren sind noch Wandfresken mit heiligen Bildern erhalten, die sich in gutem Zustand befinden.
Der maurische Glockenturm
Der Glockenturm stammt aus dem 13. Jahrhundert und hat eine ungewöhnliche Trapezform mit einer Dekoration, die Farbnuancen und lokalen Stein miteinander verbindet. Die zweibogigen – durch eine mittige Kolonne geteilten – Fenster haben robuste, geschwungene Säulen, die an den Stil von Ravello und Amalfi erinnern. Die Denkmalbehörde hat ihn in der Nachkriegszeit restauriert, und heute ist er der einzige Teil des Komplexes, dem sein ursprüngliches Aussehen zurückgegeben wurde.
Verborgene Fresken und ein Gemälde im Exil
Im Inneren befinden sich zwei Fresken aus dem 14. Jahrhundert: In einer ovalen Nische ist die Jungfrau mit dem Kind zu sehen, umgeben von Engelsköpfen, und auf der anderen Freske ist ein segnender heiliger Bischof abgebildet – möglicherweise der Heilige Nikolaus von Bari –, flankiert von sieben Szenen aus seinem Leben. Das Gemälde des thronenden Heiligen Antonius der Große, das Giovanni da Gaeta zugeschrieben und auf die zweite Hälfte des 15. Jahrhunderts datiert wird, wurde aus konservatorischen Gründen von der Wand genommen und in den Palazzo del Seminario in Gaeta gebracht.