Der Sentiero degli Artisti (Weg der Künstler) in Greccio: Das Dorf der ersten Weihnachtskrippe wird zur Freilicht-Galerie
Im Dorf Greccio, wo der Heilige Franziskus im Jahr 1223 die Weihnachtskrippe erfand, sind die Wände der Häuser zu Leinwänden geworden. Der Sentiero degli Artisti (Weg der Künstler) ist ein Rundgang, der 26 Werke internationaler Künstler an den Wänden der Altstadt umfasst: Eine Galerie für zeitgenössische Kunst unter freiem Himmel, die durch Gassen, über kleine Plätze und über Treppen führt, vom Krippenmuseum bis zu den verborgensten Ecken des Dorfes.
Künstler aus aller Welt erzählen von Franziskus
Die Initiative wurde 2011 ins Leben gerufen und von der Region Latium zur Wiederbelebung kleinerer historischer Ortskerne finanziert. Über eine öffentliche Ausschreibung kamen Maler aus Brasilien, dem Irak, Frankreich, China, der Tschechischen Republik und Italien. Grace Ramos, Direktorin der Akademie der Schönen Künste von Salvador de Bahia, Ali Al Jabir, Zha aus Prag, Tao Jung Mose – Namen, die heute die Wände dieses 1.500 Einwohner zählenden Dorfes zieren. Die Hausbesitzer stellten die Fassaden zur Verfügung. Der rote Faden ist nur einer: die franziskanischen Ideale des Friedens, der Brüderlichkeit und der Einfachheit.
Der Felsbrocken des Franziskus
Auf dem Weg trifft man auf ein kleines Gebäude, das den Felsbrocken birgt, auf den Franziskus stieg, um den Griechen zu predigen. Man schlendert durch mittelalterliche Architektur, blickt auf und entdeckt zeitgenössische Kunst. Dieser Kontrast ist beabsichtigt. Es gibt keine Eintrittskarten und Öffnungszeiten sind nicht erforderlich.