Chiesa Santa Maria in Pensulis in Gaeta: die älteste Kirche in der Stadt der hundert Kirchen
Im Labyrinth der Gassen der Altstadt von Gaeta verbirgt sich die Kirche Santa Maria in Pensulis, die heute als ehemalige Kirche Santa Lucia bekannt ist. Sie ist die älteste Kirche der Stadt: Ihre Ursprünge reichen bis ins 7. Jahrhundert zurück, als ein erstes Gebäude errichtet wurde, das anders ausgerichtet war als das heutige. Von der ursprünglichen Anlage sind die mit Fresken bemalte Apsis und die zugemauerten zweibogigen Fenster an der Fassade erhalten geblieben – Spuren, die für aufmerksame Betrachter sichtbar sind.
Vom Dokument aus dem Jahr 976 zur Königskapelle
Die erste schriftliche Erwähnung findet sich in einem Pergament aus dem Jahr 976. Der Name „in Pensulis“ leitet sich von den hängenden Gärten ab, die dieses Gebiet einst umgaben. Zwischen 1387 und 1399 diente die Kirche als Hofkapelle für König Ladislaus von Durazzo und seinen Hof, der im benachbarten Palast residierte. Im 13. Jahrhundert kamen die Kreuzgewölbe hinzu, im 17. Jahrhundert die barocken Dekorationen, die dann bei den Restaurierungen von 1930 wieder entfernt wurden, wodurch das romanische Aussehen wiederhergestellt wurde.
Die Werke von Giovanni da Gaeta
Der Pfarrer Giuliano D'Orca gab 1456 bei dem einheimischen Maler Giovanni da Gaeta ein Triptychon mit der Krönung der Jungfrau in Auftrag, das heute zusammen mit dem von demselben Künstler gemalten Kruzifix im Diözesanmuseum verwahrt wird. Die 1972 entweihte Kirche dient heute als kommunaler Veranstaltungsraum: Hier finden Konzerte, Ausstellungen und das Gaeta Jazz Festival statt.